BREAKING NEWS: Die Autos sind repariert, es geht weiter

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Wir greifen jetzt mal der chronologischen Reiseerzählung vor:

Heute ist der 22. August. Diejenige, die uns auf der Live-Karte beobachten, haben bemerkt, dass wir uns seit vorgestern nicht mehr bewegt haben. Tja, uns hat’s leider erwischt: In Usbekistan ist es sehr schwierig, an Benzin zu kommen. In unserer Not haben wir Benzin auf dem Schwarzmarkt gekauft…was sich als fatale Entscheidung herausstellte, zumindest für das Team der Taunus Daredevils. Während der rote Opel der Bab(v)arian Daredevils das gepantschte Benzin noch halbwegs vertragen hat, hat der schwarze Opel damit größere Probleme. Resultat: Bruch der Kolbenringe. Wir haben zum Glück in Khiva eine Daniel-Düsentrieb-Werkstatt gefunden, die uns helfen konnte.

 

Der Motor ist ausgebaut, das schlechte Benzin abgelassen und das System gereinigt.

Der Motor ist ausgebaut, das schlechte Benzin abgelassen und das System gereinigt.

 

Der ausgebaute Motor...uns blutet natürlich das Herz.

Der ausgebaute Motor…uns blutet natürlich das Herz.

 

So sehen gebrochene Kolbenringe aus :-(

So sehen gebrochene Kolbenringe aus 😦

 

Die gute Nachricht: Gebrochene Kolbenringe sind eigentlich gut reparabel…wenn man die passenden Ersatzteile hat. Und das ist der Knackpunkt: Hier fährt niemand Opel und die Ersatzteilsuche gestaltet sich schwierig.

 

Schließlich wird der Mechaniker nach mehreren Stunden Suche in der nächsten Stadt fündig und präsentiert uns stolz die neuen Teile.

Schließlich wird der Mechaniker nach mehreren Stunden Suche in der nächsten Stadt fündig und präsentiert uns stolz die neuen Teile.

 

Das obere Bild haben wir gestern Abend um 21.00 Uhr aufgenommen. Heute morgen um 9.00 Uhr fahren wir wieder in die Werkstatt…und der Motor ist eingebaut und läuft!!! Wahnsinn, die Jungs haben bis morgens um 3.00 Uhr gearbeitet. Der absolute Hammer! Jetzt werden noch die Verkleidungen und der Unterbodenschutz wieder drangeschraubt, sie besorgen uns ordentliches Benzin und dann geht’s weiter 🙂 Die vollständige Story folgt.

 

1,5 Tage Zeitverlust, aber wir sind noch im Rennen und ihr kennt ja unsere Devise: VOLLGAS 😀

 

 

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Die Höhlenstadt und Warterei an der russischen Grenze

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Bevor wir unsere Reise fortsetzen, möchten wir an dieser Stelle nochmal allen unseren Unterstützern und Spendern danken. IHR SEID SPITZE!!! Unsere Spendentöpfe wachsen weiter; die Bab(v)arian Daredevils haben beeindruckende 2000€ gesammelt und auch die Taunus Daredevils haben die 1000€-Marke durchbrochen. Speziellen Dank geht an die Idsteiner Zeitung, das Hohenloher Tagblatt und das Landshuter Wochenblatt, durch die wir weitere Aufmerksamkeit generieren konnten. Wie ihr wisst, spenden wir ja am Ende der Reise unsere Autos (inkl. Ersatzteile, Werkzeug, Campingausrüstung, etc.), die versteigert werden und die Gelder aus dieser Versteigerung wandern wiederum in die Spendentöpfe. Es ist das 5. Mal, dass diese Rally stattfindet und zum jetzigen Zeitpunkt konnten die Teams bereits eine Gesamtsumme von über 23.000€ sammeln. Das ist mit großem Abstand Rekord und der Veranstalter überschlägt sich vor Begeisterung.

Nebenbei: Die beiden Feuerwehrfahrzeuge werden nicht versteigert, sondern direkt an die örtlichen Feuerwehren gespendet.

Falls noch jemand ein Scheinchen in den Topf werfen möchte, würde unser Dank euch auf ewig nachschleichen. Hier wird euch geholfen:

Taunus Daredevils

Bab(v)arian Daredevils

…und jetzt lasst uns ENDLICH die Motoren starten 😀

 

 

Tag 8: Von der Höhlenstadt Vardzia zur russischen Grenze

 

Wir sind in Vardzia, um die weltberühmte Höhlenstadt zu besuchen. Wir haben im Dunkeln gegenüber der Höhlenstadt gecampt und können uns jetzt das gesamte Kunstwerk im Hellen anschauen.

 

Wir müssen nicht ganz so früh aufstehen, da die Höhlenstadt (im Hintergrund) erst ab 10:00 Uhr für Besucher geöffnet wird.

Wir müssen nicht ganz so früh aufstehen, da die Höhlenstadt (im Hintergrund) erst ab 10:00 Uhr für Besucher geöffnet wird.

 

Wir haben Wäsche gewaschen. Keine Sorge, natürlich haben wir biologisch abbaubares Öko-Trallalla-Waschmittel dabei :-D Unsere Waschmaschine funktioniert folgendermaßen: Man nehme einen Bottich und weiche die Wäsche für mind. 10-15 Minuten ein. Dann wasche man sich die Füße, rein in den Bottich und nach Bedarf, mindestens wieder 10-15 Minuten, stampfen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Einfach auf der Stelle treten, die Wäsche ab und zu mal im Bottich umschichten, weiterstampfen :-D Dabei kann man sich auch unterhalten und ein Bier trinken ;-) Dann die Wäsche ausspülen, auswringen und aufhängen: fertig :-D

Wir haben Wäsche gewaschen. Keine Sorge, natürlich haben wir biologisch abbaubares Öko-Trallalla-Waschmittel dabei 😀 Unsere Waschmaschine funktioniert folgendermaßen: Man nehme einen Bottich und weiche die Wäsche für mind. 10-15 Minuten ein. Dann wasche man sich die Füße, rein in den Bottich und nach Bedarf, mindestens wieder 10-15 Minuten, stampfen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Einfach auf der Stelle treten, die Wäsche ab und zu mal im Bottich umschichten, weiterstampfen 😀 Dabei kann man sich auch unterhalten und ein Bier trinken 😉 Dann die Wäsche ausspülen, auswringen und aufhängen: fertig 😀

 

Frühstücksausblick

Frühstücksausblick

 

Unser Campingplatz der letzten Nacht

Unser Campingplatz der letzten Nacht

 

Wir bekommen Besuch…

Wir bekommen Besuch…

 

…und sind nicht alleine beim Frühstück :-D

…und sind nicht alleine beim Frühstück 😀

 

Hat diese Kuh etwa ein Auge auf die Möhre geworfen? ;-)

Hat diese Kuh etwa ein Auge auf die Möhre geworfen? 😉

 

Frühstückausblick

Frühstückausblick

 

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Wir machen uns auf den Weg und parken unsere Autos auf der anderen Talseite auf dem Besucherparkplatz (mittig im Bild). Wir sind etwas früh dran und werden mal wieder auf unsere Autos angesprochen. Bereits in Rumänien und Ungarn haben wir viel anerkennende Blicke für unsere Autos erhalten. Opels und speziell unsere Astra-Baureihe ist äußerst beliebt. Hier in Georgien scheint unser Opel Astra die absolute Macht zu sein. Man sieht das Fahrzeug überall, jeder scheint eins haben zu wollen. Mit den Leuten auf dem Parkplatz können wir uns zwar leider nicht unterhalten, aber sie zeigen mit den Fingern auf unsere Autos, heben breit lächelnd die Daumen und machen mit den Händen Wellenbewegungen, die Bergauf- und abfahrten simulieren sollen. Naja, und der optische Auftritt unserer Autos trägt bestimmt dazu bei, etwas Aufmerksamkeit zu erreigen ;-) Auch der Veranstalter ist begeistert, dass wir uns Astras zugelegt haben, da erwartet wird, bei der Versteigerung Höchstpreise für diese Autos zu erzielen. Im letzten Jahr wurde einem Team fast die Einreise nach Tadschikistan verwehrt; nicht wegen eines Zollvergehens, sondern weil die Zöllner den Wagen direkt an der Grenze selber kaufen wollten und zwar für über 2.000€. Wir haben für unsere Autos jeweils 900€ bezahlt und erwarten einen Verkaufspreis, der mindestens bei 2.500€ liegt. Drückt die Daumen! Und jetzt geht’s den Berg rauf…

Wir machen uns auf den Weg und parken unsere Autos auf der anderen Talseite auf dem Besucherparkplatz (mittig im Bild). Wir sind etwas früh dran und werden mal wieder auf unsere Autos angesprochen. Bereits in Rumänien und Ungarn haben wir viel anerkennende Blicke für unsere Autos erhalten. Opels und speziell unsere Astra-Baureihe ist äußerst beliebt. Hier in Georgien scheint unser Opel Astra die absolute Macht zu sein. Man sieht das Fahrzeug überall, jeder scheint eins haben zu wollen. Mit den Leuten auf dem Parkplatz können wir uns zwar leider nicht unterhalten, aber sie zeigen mit den Fingern auf unsere Autos, heben breit lächelnd die Daumen und machen mit den Händen Wellenbewegungen, die Bergauf- und abfahrten simulieren sollen. Naja, und der optische Auftritt unserer Autos trägt bestimmt dazu bei, etwas Aufmerksamkeit zu erreigen 😉 Auch der Veranstalter ist begeistert, dass wir uns Astras zugelegt haben, da erwartet wird, bei der Versteigerung Höchstpreise für diese Autos zu erzielen. Im letzten Jahr wurde einem Team fast die Einreise nach Tadschikistan verwehrt; nicht wegen eines Zollvergehens, sondern weil die Zöllner den Wagen direkt an der Grenze selber kaufen wollten und zwar für über 2.000€. Wir haben für unsere Autos jeweils 900€ bezahlt und erwarten einen Verkaufspreis, der mindestens bei 2.500€ liegt. Drückt die Daumen! Und jetzt geht’s den Berg rauf…

 

Ursprünglich wurde die Höhlenstadt im 12. Jahrhundert als Verteidigungsposten gegen die Türken gebaut. Wir sind fasziniert, wie die Leute damals ohne jegliche Maschinen, sondern mit einfachsten Hämmern und Meißeln die Höhlen buchstäblich aus dem Berg rausgekratzt haben. Später wurde die Höhlenstadt nicht nur militärisch benutzt und weiter ausgebaut. Zu goldenen Zeiten gab es hier 3000 (!) Wohnungen mit jeweils 3 Zimmern, also ca. 9000 Zimmer, in denen bis zu 50.000 Menschen gewohnt haben (plus Geschäfte, Werkstätten etc. was man halt so für ein Stadtleben braucht). Die Wasserversorgung wurde über Keramikleitungen aus den Bergen sichergestellt. Wir sind schwerst beeindruckt und können uns gar nicht vorstellen, wie die Versorgung von 50.000 Menschen damals mit einfachsten Mitteln bewerkstelligt wurde.

Ursprünglich wurde die Höhlenstadt im 12. Jahrhundert als Verteidigungsposten gegen die Türken gebaut. Wir sind fasziniert, wie die Leute damals ohne jegliche Maschinen, sondern mit einfachsten Hämmern und Meißeln die Höhlen buchstäblich aus dem Berg rausgekratzt haben. Später wurde die Höhlenstadt nicht nur militärisch benutzt und weiter ausgebaut. Zu goldenen Zeiten gab es hier 3000 (!) Wohnungen mit jeweils 3 Zimmern, also ca. 9000 Zimmer, in denen bis zu 50.000 Menschen gewohnt haben (plus Geschäfte, Werkstätten etc. was man halt so für ein Stadtleben braucht). Die Wasserversorgung wurde über Keramikleitungen aus den Bergen sichergestellt. Wir sind schwerst beeindruckt und können uns gar nicht vorstellen, wie die Versorgung von 50.000 Menschen damals mit einfachsten Mitteln bewerkstelligt wurde.

 

Die Höhlenstadt wurde später in ein Kloster umfunktioniert.

Die Höhlenstadt wurde später in ein Kloster umfunktioniert.

 

: „Do not enter the premises of the monks.” Heute leben immer noch Mönche hier, allerdings sind es nur noch 6.

„Do not enter the premises of the monks.” Heute leben immer noch Mönche hier, allerdings sind es nur noch 6.

 

Die Wohnungen der Mönche.

Die Wohnungen der Mönche.

 

Nach einem Erdbeben sind die meisten der 3.000 Wohnungen weggebrochen. Heute sind noch ca. 750 Wohnungen mehr oder weniger erhalten.

Nach einem Erdbeben sind die meisten der 3.000 Wohnungen weggebrochen. Heute sind noch ca. 750 Wohnungen mehr oder weniger erhalten.

 

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Ratet mal, wo dieser Bab(v)arian Daredevil herkommt :-D

Ratet mal, wo dieser Bab(v)arian Daredevil herkommt 😀

 

Treppe rauf…

Treppe rauf…

 

…Treppe runter

…Treppe runter

 

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Selfie-Time :-D

Selfie-Time 😀

 

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Die innenliegenden Gänge sind keine 1,50m hoch.

Die innenliegenden Gänge sind keine 1,50m hoch.

 

Einer der Mönche

Einer der Mönche

 

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: In vielen der leeren Wohnungen haben sich Mauersegler eingenistet. Wir beweisen unser Talent als Naturfotograf: Genau in dem Moment, in dem die Mutter sich im Endanflug befindet, reißen alle drei Piepmätze den Schnabel auf. Auf dieses Foto wartet so mancher Naturfotograf eine lange Weile :-)

: In vielen der leeren Wohnungen haben sich Mauersegler eingenistet. Wir beweisen unser Talent als Naturfotograf: Genau in dem Moment, in dem die Mutter sich im Endanflug befindet, reißen alle drei Piepmätze den Schnabel auf. Auf dieses Foto wartet so mancher Naturfotograf eine lange Weile 🙂

 

Wir fahren weiter und wollen zu den heißen Quellen, um ein Bad zu nehmen ;-) Leider ist der Pool, der für diese Zwecke angelegt wurde, geschlossen. Aber das Überdruckventil eignet sich auch als Dusche :-D

Wir fahren weiter und wollen zu den heißen Quellen, um ein Bad zu nehmen 😉 Leider ist der Pool, der für diese Zwecke angelegt wurde, geschlossen. Aber das Überdruckventil eignet sich auch als Dusche 😀

 

: In einem kleinen Dorf holen wir uns am Kiosk frisches Fladenbrot, Wurst und Räucherkäse. Während wir unseren Mittagssnack genießen, treibt ein Hirte seine Kühe über die Straße (im Hintergrund). Überhaupt scheinen die Kühe in Georgien einen guten Teil ihrer Zeit auf der Straßen zu verbringen. Wir haben einen „Kuhfunk“ eingerichtet: Das vorausfahrende Fahrzeug warnt den zweiten Wagen über Funk, wenn mal wieder Viechzeug mitten auf der Straße steht. Insbesondere nachts ist das kein Spaß: Eine schwarze Kuh in der schwarzen Nacht auf einer unbeleuchteten schwarzen Teerstraße hebt sich nicht so wirklich gut ab ;-)

In einem kleinen Dorf holen wir uns am Kiosk frisches Fladenbrot, Wurst und Räucherkäse. Während wir unseren Mittagssnack genießen, treibt ein Hirte seine Kühe über die Straße (im Hintergrund). Überhaupt scheinen die Kühe in Georgien einen guten Teil ihrer Zeit auf der Straßen zu verbringen. Wir haben einen „Kuhfunk“ eingerichtet: Das vorausfahrende Fahrzeug warnt den zweiten Wagen über Funk, wenn mal wieder Viechzeug mitten auf der Straße steht. Insbesondere nachts ist das kein Spaß: Eine schwarze Kuh in der schwarzen Nacht auf einer unbeleuchteten schwarzen Teerstraße hebt sich nicht so wirklich gut ab 😉

 

An einer natürlichen Quelle füllen wir unsere Brauchwasserkanister auf. Da es sich um Quellwasser handelt, könnten wir dieses im Notfall auch als Trinkwasser verwenden. Aber bis dahin bleiben wir lieber bei versiegeltem Flaschenwasser ;-)

An einer natürlichen Quelle füllen wir unsere Brauchwasserkanister auf. Da es sich um Quellwasser handelt, könnten wir dieses im Notfall auch als Trinkwasser verwenden. Aber bis dahin bleiben wir lieber bei versiegeltem Flaschenwasser 😉

 

Wir halten an einem Gemüsestand…

Wir halten an einem Gemüsestand…

 

…und gönnen uns leckere Äpfel, Gurken und Tomaten :-)

…und gönnen uns leckere Äpfel, Gurken und Tomaten 🙂

 

Es ist einfach brutal heiß; wir haben das Gefühl, wir sitzen in einem Pizzaofen DRIN ;-) Wir trinken Liter für Liter und brauchen trotzdem so gut wie keine Toilettenpausen, was nicht gut ist. Nicht nur uns macht die Temperatur zu schaffen, auch unsere Kameras und Mobiltelefone, die für die Navigation unerlässlich sind, scheinen an die Belastungsgrenze zu kommen und glühen.

Es ist einfach brutal heiß; wir haben das Gefühl, wir sitzen in einem Pizzaofen DRIN 😉 Wir trinken Liter für Liter und brauchen trotzdem so gut wie keine Toilettenpausen, was nicht gut ist. Nicht nur uns macht die Temperatur zu schaffen, auch unsere Kameras und Mobiltelefone, die für die Navigation unerlässlich sind, scheinen an die Belastungsgrenze zu kommen und glühen.

 

Der Kuhfunk schreit mal wieder „STOP“

Der Kuhfunk schreit mal wieder „STOP“

 

Wir fahren durch Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Es ist Sonntag und die Stadt ist sehr ruhig, die Geschäfte sind zu. Wir suchen einen Kiosk, um unsere Trinkwasservorräte aufzufüllen.

Wir fahren durch Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Es ist Sonntag und die Stadt ist sehr ruhig, die Geschäfte sind zu. Wir suchen einen Kiosk, um unsere Trinkwasservorräte aufzufüllen.

 

Tiflis

Tiflis

 

Tiflis

Tiflis

 

Wir haben einen Supermarkt gefunden und haben 60 Liter Trinkwasser gekauft. Damit sollten wir ein paar Tage zurechtkommen und verlassen Tiflis.

Wir haben einen Supermarkt gefunden und haben 60 Liter Trinkwasser gekauft. Damit sollten wir ein paar Tage zurechtkommen und verlassen Tiflis.

 

Wir machen uns auf den Weg zur russischen Grenze.

Wir machen uns auf den Weg zur russischen Grenze.

 

Auf dem Weg zur russischen Grenze halten wir kurz an der Festung Ananuri für ein Alibi-Foto, damit wir nicht als Kulturbanausen durchgehen ;-)

Auf dem Weg zur russischen Grenze halten wir kurz an der Festung Ananuri für ein Alibi-Foto, damit wir nicht als Kulturbanausen durchgehen 😉

 

Unser Plan ist, abends an der russischen Grenze anzukommen und dort zu übernachten. Am nächsten Morgen wollen wir gleich, wenn die Grenze um 8.00 Uhr aufmacht, vorne in der Schlange stehen und gleich durchrutschen, denn dann müssen wir durch den Kaukasus. Wir nehmen natürlich die Hauptverkehrsader, die nicht sonderlich prekär ist, aber mit Krisengebieten in der Nähe wollen wir nicht allzulange dort verweilen und natürlich schon gar nicht dort campen. Damit wir nicht in Bedrängnis geraten, im Kaukasus nach einer Tankstelle suchen zu müssen, tanken wir noch in Georgien wieder die Autos inkl. Reservekanister voll. Als wir die Tankstelle verlassen, fängt es an zu gewittern und zu regnen, als gäbe es kein Morgen mehr. Zelten bei geöffneten Schleusen? Klingt nicht sonderlich verlockend 😉 Insofern entschließen wir uns schweren Herzens zu einer Hotelübernachtung, was angesichts des Ausblicks auf eine Dusche (nach 2 Tagen ohne) und ein weiches Bett doch gar nicht so schlecht klingt. Wir steuern das Hotel „Carpe Diem“ an und freuen uns über ein kühles Bier an der Bar 😀 Wir haben „nur“ 370km geschafft, aber heute haben wir kein schlechtes Gewissen, denn so war der Plan, damit die 300km am nächsten Tag durch den Kaukasus in einem Rutsch auch schaffen. Allerdings ist unser Hotel noch 40km von der Grenze entfernt, also müssen wir etwas früher aufstehen am nächsten Morgen…

 

 

Tag 9: Durch den Kaukasus nach Elista

 

Wir fühlen uns vorbildlich 😀 alles ist ordentlich durchgeplant und wird entsprechend in die Tat umgesetzt: Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker, alle Mann stehen auf, wir haben gut im Hotel „Carpe Diem“ geschlafen, packen und um 7.00 Uhr ist Abfahrt, denn wir haben noch 45 Minuten Fahrt bis zur Grenze und wollen um 8.00 Uhr dort sein. Also: los geht’s…

 

…noch schnell ein Foto von unserem Hotel…

…noch schnell ein Foto von unserem Hotel…

 

…das doch tatsächlich in einem Ski-Gebiet liegt und zwar in einem sehr schönen, zumindest im Sommer :-D

…das doch tatsächlich in einem Ski-Gebiet liegt und zwar in einem sehr schönen, zumindest im Sommer 😀

 

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Auf dem Weg zur Grenze

Auf dem Weg zur Grenze

 

Grün :-D

Grün 😀

 

…und ZACK ist unser schöner Plan beim Teufel: nach nur 10km reihen wir uns in eine Autoschlange ein. Wir befragen einen Polizisten, der uns mit Händen und Füßen zu verstehen gibt, dass die Grenze geschlossen wurde und wir ca. 1h hier warten müssten. Das riecht nach Blockabfertigung.

…und ZACK ist unser schöner Plan beim Teufel: nach nur 10km reihen wir uns in eine Autoschlange ein. Wir befragen einen Polizisten, der uns mit Händen und Füßen zu verstehen gibt, dass die Grenze geschlossen wurde und wir ca. 1h hier warten müssten. Das riecht nach Blockabfertigung.

 

Nicht verzagen, Bernd fragen: Die originale Doha-Kaffeemaschine (im Vordergrund auf dem blauen Gaskocher) durfte noch nie auf einer Camping-Tour fehlen und rettet auch heute wieder Leben :-D

Nicht verzagen, Bernd fragen: Die originale Doha-Kaffeemaschine (im Vordergrund auf dem blauen Gaskocher) durfte noch nie auf einer Camping-Tour fehlen und rettet auch heute wieder Leben 😀

 

Das Hotel hat zu unserer Abfahrt noch kein Frühstück serviert, also haben sie uns eine Überlebensbox gepackt: Sandwich mit Ketchup und Mayonnaise, hartgekochtes Ei, Gurke (im Ganzen) und Riesen-Tomate. Die Pommes (ja, Pommes!), die sie uns auch noch zum Frühstück geben wollten, haben wir dankend abgelehnt :-D Zum Glück sind wir mit allen möglichen Küchenutensilien inkl. Messern und Schneidebrettern ausgerüstet und rücken dem Gemüse auf die Pelle: wirklich köstlich :-)

Das Hotel hat zu unserer Abfahrt noch kein Frühstück serviert, also haben sie uns eine Überlebensbox gepackt: Sandwich mit Ketchup und Mayonnaise, hartgekochtes Ei, Gurke (im Ganzen) und Riesen-Tomate. Die Pommes (ja, Pommes!), die sie uns auch noch zum Frühstück geben wollten, haben wir dankend abgelehnt 😀 Zum Glück sind wir mit allen möglichen Küchenutensilien inkl. Messern und Schneidebrettern ausgerüstet und rücken dem Gemüse auf die Pelle: wirklich köstlich 🙂

 

„Das ist hier alles noch viel zu früh…“

„Das ist hier alles noch viel zu früh…“

 

Wir wollen sicher gehen, dass wir den besten Weg durch den Kaukasus wählen. Frank quatscht die Russen vor uns an, zeigt ihnen unsere Karten und fragt nach ihrer Empfehlung.

Wir wollen sicher gehen, dass wir den besten Weg durch den Kaukasus wählen. Frank quatscht die Russen vor uns an, zeigt ihnen unsere Karten und fragt nach ihrer Empfehlung.

 

Wir haben grade den Kaffee geschlürft und fühlen uns halbwegs ansprechbar, als jemand pfeift. Wie von der Tarantel gestochen, springen alle zu den Autos, wir natürlich auch. Der Polizist hat den Schlagbaum vor uns geöffnet und lässt einige Autos durch. Es beginnt eine wilde Jagd mit waghalsigen Überholmanövern. Keiner will seinen Platz in der Schlange verlieren, viele versuchen vorzudrängeln. Wir beobachten haarsträubende Manöver; die Vordrängler werden abgedrängt, Lücken werden dichtgemacht, keiner will natürlich niemanden reinlassen. Die Beschaffenheit der Straße ändert sich dramatisch ins Negative, die Fahrbahndecke ist quasi nicht mehr existent. Das ist kein Grund, langsamer zu fahren ;-) Wir tun es den Einheimischen gleich und versuchen, an unserem Vordermann dranzubleiben. Das kostet uns einige graue Haare und jede Menge Nerven :-D

Wir haben grade den Kaffee geschlürft und fühlen uns halbwegs ansprechbar, als jemand pfeift. Wie von der Tarantel gestochen, springen alle zu den Autos, wir natürlich auch. Der Polizist hat den Schlagbaum vor uns geöffnet und lässt einige Autos durch. Es beginnt eine wilde Jagd mit waghalsigen Überholmanövern. Keiner will seinen Platz in der Schlange verlieren, viele versuchen vorzudrängeln. Wir beobachten haarsträubende Manöver; die Vordrängler werden abgedrängt, Lücken werden dichtgemacht, keiner will natürlich niemanden reinlassen. Die Beschaffenheit der Straße ändert sich dramatisch ins Negative, die Fahrbahndecke ist quasi nicht mehr existent. Das ist kein Grund, langsamer zu fahren 😉 Wir tun es den Einheimischen gleich und versuchen, an unserem Vordermann dranzubleiben. Das kostet uns einige graue Haare und jede Menge Nerven 😀

 

Die LKW-Schlange ist elend lang; diese Fahrer müssen sich wohl noch ein Weilchen gedulden, während die PKWs vorbeifahren können.

Die LKW-Schlange ist elend lang; diese Fahrer müssen sich wohl noch ein Weilchen gedulden, während die PKWs vorbeifahren können.

 

Wir jagen durch die Ortschaften mit 50er-, teilweise 30er-Zonen. Wir verteidigen unseren Platz in der Schlange und sausen wie die anderen mit 80, 100kmh und noch schneller durch die Orte. Wehe dem, der versucht, die Straße zu überqueren. Wenn die Polizei (noch sind wir in Georgien) hier Blitzer aufstellen würde, könnte sie sich einer 100%igen Trefferquote sicher sein.

Wir jagen durch die Ortschaften mit 50er-, teilweise 30er-Zonen. Wir verteidigen unseren Platz in der Schlange und sausen wie die anderen mit 80, 100kmh und noch schneller durch die Orte. Wehe dem, der versucht, die Straße zu überqueren. Wenn die Polizei (noch sind wir in Georgien) hier Blitzer aufstellen würde, könnte sie sich einer 100%igen Trefferquote sicher sein.

 

Wir kommen an der georgischen Grenze an. Die Abfertigung ist unkompliziert, die Grenzler sind freundlich und stempeln unsere Pässe.

Wir kommen an der georgischen Grenze an. Die Abfertigung ist unkompliziert, die Grenzler sind freundlich und stempeln unsere Pässe.

 

Die georgische Grenze (Fahne im Hintergrund) haben wir passiert; jetzt fahren wir durch’s Niemandsland zur russischen Grenze…

Die georgische Grenze (Fahne im Hintergrund) haben wir passiert; jetzt fahren wir durch’s Niemandsland zur russischen Grenze…

 

…und stehen…schon wieder…und stehen…und stehen…Es ist zum Haareausreißen; mehrere Stunden schieben wir uns cm für cm weiter, die russische Grenzabfertigung scheint gähnend langsam voranzuschreiten. Wir schlafen fast am Steuer ein; egal, falls wieder ein Auto durchkommt, wird uns unser Hintermann schon wecken. Soldaten patrouillieren auf der Gegenspur ständig auf und ab. Endlich kommen wir an der Grenze an: Einreiseformulare in doppelter Ausfertigung ausfüllen, Pässe vorzeigen, niemand spricht Englisch, ach ihr habt Autos dabei? Dann müsst ihr noch Zoll-Dokumente ausfüllen…zum Glück führt uns der Grenzler zu einer sehr netten Zöllnerin, die fließend Englisch spricht (das sich nicht so anhört, als ob sie das hier gelernt hätte), denn die Formulare sind nur auf kyrillisch :-D Und so weiter und so fort und irgendwann sind wir ENDLICH durch: HURRA! Die ganze Nummer hat uns 6,5h gekostet. Na super, das riecht doch schon wieder nach einer Nachtfahrt, denn wir haben harte Etappenziele, die wir unbedingt erreichen wollen. Jetzt aber Vollgas!

…und stehen…schon wieder…und stehen…und stehen…Es ist zum Haareausreißen; mehrere Stunden schieben wir uns cm für cm weiter, die russische Grenzabfertigung scheint gähnend langsam voranzuschreiten. Wir schlafen fast am Steuer ein; egal, falls wieder ein Auto durchkommt, wird uns unser Hintermann schon wecken. Soldaten patrouillieren auf der Gegenspur ständig auf und ab. Endlich kommen wir an der Grenze an: Einreiseformulare in doppelter Ausfertigung ausfüllen, Pässe vorzeigen, niemand spricht Englisch, ach ihr habt Autos dabei? Dann müsst ihr noch Zoll-Dokumente ausfüllen…zum Glück führt uns der Grenzler zu einer sehr netten Zöllnerin, die fließend Englisch spricht (das sich nicht so anhört, als ob sie das hier gelernt hätte), denn die Formulare sind nur auf kyrillisch 😀 Und so weiter und so fort und irgendwann sind wir ENDLICH durch: HURRA! Die ganze Nummer hat uns 6,5h gekostet. Na super, das riecht doch schon wieder nach einer Nachtfahrt, denn wir haben harte Etappenziele, die wir unbedingt erreichen wollen. Jetzt aber Vollgas!

 

Die Russen haben einen an der Klatsche mit ihrem Polizeifimmel. ÜBERALL patrouillieren Polizeifahrzeuge, wir fahren ständig an Verkehrskontrollen vorbei, wo Polizisten nach Gusto die Autos rauswinken und kontrollieren. Natürlich erwischt es auch uns. Alles nicht so dramatisch, sie kontrollieren meist nur die Papiere und verlieren recht schnell das Interesse an uns. Um noch einen draufzusetzen, stellen sie gerne hin und wieder diese Attrappen auf :-D

Die Russen haben einen an der Klatsche mit ihrem Polizeifimmel. ÜBERALL patrouillieren Polizeifahrzeuge, wir fahren ständig an Verkehrskontrollen vorbei, wo Polizisten nach Gusto die Autos rauswinken und kontrollieren. Natürlich erwischt es auch uns. Alles nicht so dramatisch, sie kontrollieren meist nur die Papiere und verlieren recht schnell das Interesse an uns. Um noch einen draufzusetzen, stellen sie gerne hin und wieder diese Attrappen auf 😀

 

Innerhalb von 10 Minuten geraten wir 2x (!) in eine Polizeikontrolle… haben die echt nix besseres zu tun?!? Als wir grade fertig sind und losfahren wollen, zieht ein riesiger Motorrad-Konvoi rein. Wir erkennen auf den Fahnen und den Kutten (die Leder-Westen der Biker) das Zeichen der „Wölfe“, einer russischen Motorrad-Gang.

Innerhalb von 10 Minuten geraten wir 2x (!) in eine Polizeikontrolle… haben die echt nix besseres zu tun?!? Als wir grade fertig sind und losfahren wollen, zieht ein riesiger Motorrad-Konvoi rein. Wir erkennen auf den Fahnen und den Kutten (die Leder-Westen der Biker) das Zeichen der „Wölfe“, einer russischen Motorrad-Gang.

 

Wer erkennt ihn? ;-)

Wer erkennt ihn? 😉

 

Es ist heiß und trocken. In anderen Teilen der Welt nennt man das hier „Buschfeuer“…

Es ist heiß und trocken. In anderen Teilen der Welt nennt man das hier „Buschfeuer“…

 

…eine Feuerwehr versucht, der Lage Herr zu werden. „Möhre“ könnte sich zumindest optisch einreihen ;-)

…eine Feuerwehr versucht, der Lage Herr zu werden. „Möhre“ könnte sich zumindest optisch einreihen 😉

 

Sonnenuntergang im Rückspiegel…wir werden wohl wieder im Dunkeln einen Campingplatz suchen müssen.

Sonnenuntergang im Rückspiegel…wir werden wohl wieder im Dunkeln einen Campingplatz suchen müssen.

 

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Die russischen Straßen entpuppen sich als bemerkenswert gut, wir haben mit viel schlimmeren gerechnet. Insofern trauen wir uns, im Dunkeln noch ein gutes Stück zu fahren. Dabei wenden wir, wenn immer es möglich ist, folgende Taktik an: Wir suchen uns ein Auto mit einheimischem Kennzeichen (das lässt darauf schließen, dass der Fahrer sich hier auskennt) und nicht halsbrecherischer, aber auch nicht zimperlicher Fahrweise (und diese Auswahl ist groß 😉 ), und hängen uns dran. Den benutzen wir somit als Geschwindigkeitsbegrenzungsüberschreitungsindikator, Polizeikontrollenfrühwarner, Blitzerwarnsystem und Schlaglochsuchgerät 😉 Nach Mitternacht durchqueren wir Elista und haben die Nase voll. Wir biegen von der Hauptverkehrsader ab, fahren durch ein Dorf von der Straße weg auf einen Feldweg und schlagen unser Nachtlager auf einer Art Lichtung auf. 790km seit heute früh um 7.00 Uhr sind trotz Verplemperei von 6,5h an der Grenze eine ganz ansehnliche Leistung…finden wir zumindest und sinken nach einem Feierabendweinchen in einen tiefen Schlaf.

 

 

Von den rumänischen Karpaten in die georgische Höhlenstadt

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Tag 4: Von den Karpaten hinter die bulgarische Grenze

 

Und tatsächlich weckt uns der Zug pünktlich um 6.00 Uhr mit einem lauten Pfeifen, das einen zum Mörder werden lassen könnte ;-)

Und tatsächlich weckt uns der Zug pünktlich um 6.00 Uhr mit einem lauten Pfeifen, welches einen zum Mörder werden lassen könnte 😉

 

Der Kommandostand der Lokomotive: Um 7.00 Uhr ist Abfahrt; Kaffee und belegte Brötchen gibt’s auf der Fahrt.

Der Kommandostand der Lokomotive: Um 7.00 Uhr ist Abfahrt; Kaffee und belegte Brötchen gibt’s auf der Fahrt.

 

Offroading funktioniert auch mit 1 PS ;-) :-D

Offroading funktioniert auch mit 1 PS 😉 😀

 

Ein Holzfäller-Mannschaftsbus kommt uns entgegen.

Ein Holzfäller-Mannschaftsbus kommt uns entgegen.

 

Um 9.00 Uhr kommen wir wieder am Parkplatz an. Das Geschäft, mit der Waldbahn Touristen durch die Karpaten zu fahren, scheint gut zu laufen. Wie wir hören, werden für heute 900 Besucher erwartet.

Um 9.00 Uhr kommen wir wieder am Parkplatz an. Das Geschäft, mit der Waldbahn Touristen durch die Karpaten zu fahren, scheint gut zu laufen. Wie wir hören, werden für heute 900 Besucher erwartet.

 

Wir nutzen die Möglichkeit, die Duschen vom Hotelzug zu benutzen und machen uns auf den Weg. Jetzt wollen wir so schnell wie möglich nach Georgien. Der Haken: das sind über 2.500km, die wir in 3 Tagen schaffen wollen. Gute 800km pro Tag klingt nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass es z.B. in Rumänien insgesamt nur 500km Autobahn gibt und die anderen Schlängelstrassen auch nicht in wirklich guter Verfassung sind, bremst das natürlich die Durchschnittsgeschwindigkeit. Wir wollen eigentlich noch heute die 680km zur bulgarischen Grenze schaffen, kommen aber nur gähnend langsam voran.

Der Zeitdruck hängt uns im Nacken, aber natürlich wollen wir uns auf den Strassen als gute Gäste präsentieren und halten uns ganz nach deutscher Oberfahrlehrermanier an die Verkehrsregeln…und werden somit zum mobilen Verkehrshindernis. Die Einheimischen sehen die Interpretation von Verkehrsregeln etwas lockerer: Überholverbote werden konsequent ignoriert, Geschwindigkeitsbeschränkungen sind eher nett-gemeinte Empfehlungen und Stop-Schilder sind da, um sie zu überfahren. Nun gut, wir halten es nur kurz durch, uns von hupenden LKW-Fahrern bedrängeln und wütend überholen zu lassen. Also orientieren wir uns am Fahrstil der Einheimischen und beginnen eine seeeehr steile Karriere als Verkehrssünder mit einer laaaaangen Liste an Vergehen 😉

Wir führen das Wettrennen gegen die vom Navi vorgegebene Ankunftszeit fort, aber bei diesen Verkehrs- und Strassenverhältnissen ist das ein aussichtsloser Kampf. Wir können höchstens versuchen, den Schaden zu minimieren, was bedeutet, dass wir im Dunkeln weiterfahren müssen, um unser Etappenziel nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Wir verlassen kurz die Hauptstrasse und stossen in eine Nebenstrasse auf einen Berg vor, um uns ganz schnell eine Kleinigkeit zum Abendessen zu kochen.

 

Ein altes rumänisches Kloster ist doch ein gute Kulisse für ein Abendessen :-) Wir packen also die Küche aus…

Ein altes rumänisches Kloster ist doch ein gute Kulisse für ein Abendessen 🙂 Wir packen also die Küche aus…

 

…und fangen an, uns ein leckeres Abendessen zu kochen, als…

…und fangen an, uns ein leckeres Abendessen zu kochen, als…

 

…auf einmal dieser Mönch auf uns zukommt. Er hält ein großes Laib Brot in den Händen (rechts im Bild bei Frank), das die Mönche im Kloster selbst gebacken haben und das er uns schenken möchte. Das ist echt rührend und unser Highlight des Tages. Wir freuen uns sehr über diese Geste und schenken ihm natürlich etwas zurück.

…auf einmal dieser Mönch auf uns zukommt. Er hält ein großes Laib Brot in den Händen (rechts im Bild bei Frank), das die Mönche im Kloster selbst gebacken haben und das er uns schenken möchte. Das ist echt rührend und unser Highlight des Tages. Wir freuen uns sehr über diese Geste und schenken ihm natürlich etwas zurück.

 

Nach einem hektischen Abendmahl geht’s weiter: Wir fahren und fahren und fahren und wollen unbedingt noch die Grenze zu Bulgarien überqueren, die wir um Mitternacht erreichen.

 

Nach 1,5h Wartezeit an der Grenze sind wir auch endlich dran.

Nach 1,5h Wartezeit an der Grenze sind wir auch endlich dran.

 

Um 1.30 Uhr heißt es endlich „Welcome to Bulgaria“. Wir wollen nicht direkt an der Grenze campieren, tanken also nochmal auf, fahren ins Landesinnere und suchen uns ein lauschiges Plätzchen in den Feldern. Mit 700km Tagesleistung müssen wir zufrieden sein, liegen aber hinter dem Zeitplan zurück. Um 3.00 Uhr sinken wir völlig erschöpft in einen tiefen, aber viel zu kurzen Schlaf.

 

 

Tag 5: Im Sauseschritt durch Bulgarien bis hinter Istanbul

Unsere Hoffnung, etwas Zeit aufzuholen, liegt in der Türkei: Dort soll es auf der West-Ost-Achse eine super-ausgebaute Autobahn geben mit 3 Spuren pro Richtung, wo wir hoffen, ordentlich km gutmachen zu können.

 

Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne um 6:45 Uhr und wir schauen uns mal wieder an, wo wir denn eigentlich gelandet sind ;-)

Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne um 6:45 Uhr und wir schauen uns mal wieder an, wo wir denn eigentlich gelandet sind 😉

 

Ein kurzes Frühstück und weiter geht’s.

Ein kurzes Frühstück und weiter geht’s.

 

Trotz aller Hektik verdient die bulgarische Landschaft ein Erinnerungsfoto. Wir überqueren den kleinen Balkan und klettern die Serpentinen auf der Nordseite bei angenehmen 28 Grad rauf und auf der Südseite bei 37 Grad runter.

Trotz aller Hektik verdient die bulgarische Landschaft ein Erinnerungsfoto. Wir überqueren den kleinen Balkan und klettern die Serpentinen auf der Nordseite bei angenehmen 28 Grad rauf und auf der Südseite bei 37 Grad runter.

 

Wir treffen ein anderes Team kurz vor der türkischen Grenze. Die haben es leider nicht zur CheckPoint-Party in den rumänischen Karpaten geschafft, da sie etwas Pech mit ihren zwei Fiat Doblo’s hatten: Beim einen Auto ist der Auspuff abgefallen; beim anderen ist die Windschutzscheibe in 1000 Stücke gesprungen. Zum Glück konnten sie alles schnell reparieren lassen. Wir passieren mit vier Autos die türkische Grenze und trennen uns dann wieder, da wir unterschiedliche Pläne haben.

Wir treffen ein anderes Team kurz vor der türkischen Grenze. Die haben es leider nicht zur CheckPoint-Party in den rumänischen Karpaten geschafft, da sie etwas Pech mit ihren zwei Fiat Doblo’s hatten: Beim einen Auto ist der Auspuff abgefallen; beim anderen ist die Windschutzscheibe in 1000 Stücke gesprungen. Zum Glück konnten sie alles schnell reparieren lassen. Wir passieren mit vier Autos die türkische Grenze und trennen uns dann wieder, da wir unterschiedliche Pläne haben.

 

Was macht man als erstes, wenn man in der Türkei ankommt? RICHTIG: Döner essen 😀 Uns hängt der Magen in den Kniekehlen und in der Grenzstadt genehmigen wir uns einen leckeren Döner, gleichzeitig auf der Suche nach Informationen, wie das kompliziert anmutende Mautsystem in der Türkei funktioniert. Alle Vignetten-Verkaufsstellen scheinen bereits um 17.00 Uhr geschlossen zu haben und uns wird gesagt, dass wir direkt an der Autobahn was kaufen sollen.

 

Wir treffen ein österreichisches Team mit dem gleichen Problem. „Vignette an der Autobahn kaufen“ bedeutet: Auto abstellen, zu Fuss über die Autobahn rennen, Vignette kaufen und wieder zurück rennen :-D Und schon können wir passieren.

Wir treffen ein österreichisches Team mit dem gleichen Problem. „Vignette an der Autobahn kaufen“ bedeutet: Auto abstellen, zu Fuss über die Autobahn rennen, Vignette kaufen und wieder zurück rennen 😀 Und schon können wir passieren.

 

Wir machen einen kurzen Abstecher zum schwarzen Meer und verschnaufen kurz.

Wir machen einen kurzen Abstecher zum schwarzen Meer und verschnaufen kurz.

 

Tja, leider haben wir schlechte Nachrichten: Jörn von den Bab(v)arian Daredevils kämpft mit einer Virusinfektion und sieht sich außerstande, die Rally fortzuführen. Er trifft die schwere Entscheidung, nach Hause zu fliegen. Die Rally abzubrechen, ist für Jörn natürlich eine bittere Enttäuschung; für die anderen Teammitglieder bedeutet das, dass der Verlust eines Fahrers durch die Übriggebliebenen kompensiert werden muss. Aber die Gesundheit geht vor, gar keine Frage. Wir fahren nach Istanbul und setzen Jörn am Atatürk-Flughafen ab. Mach’s gut, Jörn, und werde schnell wieder gesund.

 

Wir verlassen den Atatürk-Flughafen kurz vor Mitternacht. Das ist einerseits spät und bedeutet einen weiteren Zeitverlust; auf der anderen Seite müssen wir Istanbul durchqueren und ersparen uns bei Nacht natürlich ein riesiges Verkehrschaos. Wir wünschten, wir hätten mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten dieser faszinierenden Multi-Millionen-Metropole. Wir wählen die Touri-Route durch die Stadt, essen einen Döner und versuchen, auf der Autobahn weiter voranzukommen. Irgendwann können wir einfach nicht mehr, biegen ab und suchen einen Zeltplatz. Wir sind in Berggebieten 100km östlich von Istanbul unterwegs, alles ist dicht bebaut und wir finden nirgendwo ein Plätzchen, wo wir ungefragt jetzt noch unser Zelt aufschlagen können. Es hilft alles nichts, wir fahren zurück auf die Autobahn und auf den nächsten Rastplatz und parken uns zwischen den LKWs. Um 3.30 Uhr stellen wir die Motoren ab und sinken in einen wenig erholsamen und wieder viel zu kurzen Schlaf in unseren Autos. Heute haben wir immerhin 730km geschafft.

 

 

Tag 6: Auf dem Weg zur georgischen Grenze

 

Die LKW-Fahrer fangen an, ihre Motoren um 6:30/7:00 Uhr zu starten. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, erholsam war’s sowieso nicht.

Die LKW-Fahrer fangen an, ihre Motoren um 6:30/7:00 Uhr zu starten. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, erholsam war’s sowieso nicht.

 

Müdigkeit ist kein Grund für schlechte Laune :-D

Müdigkeit ist kein Grund für schlechte Laune 😀

 

Benzin ist in der Türkei mit 1,50€ teurer als in Bulgarien mit 1,20€. Insofern haben wir in Bulgarien kurz vor der Grenze nicht nur die Autos vollgetankt, sondern auch unsere Reservekanister und sind somit mit 55l im Tank plus 2x20l Reservekanister in die Türkei gestartet.

Benzin ist in der Türkei mit 1,50€ teurer als in Bulgarien mit 1,20€. Insofern haben wir in Bulgarien kurz vor der Grenze nicht nur die Autos vollgetankt, sondern auch unsere Reservekanister und sind somit mit 55l im Tank plus 2x20l Reservekanister in die Türkei gestartet.

 

Rituelle Fusswaschung? Mitnichten :-D Dancing in the Rain? Auch nicht ;-) Aber nach 2 Tagen ohne Dusche bei Temperaturen von 37 Grad ist der Wasserschlauch an der Tankstelle einfach zu verlockend :-D

Rituelle Fusswaschung? Mitnichten 😀 Dancing in the Rain? Auch nicht 😉 Aber nach 2 Tagen ohne Dusche bei Temperaturen von 37 Grad ist der Wasserschlauch an der Tankstelle einfach zu verlockend 😀

 

Die Landschaft in der Türkei hat was…

Die Landschaft in der Türkei hat was…

 

…ist im Sommer aber auch sehr karg.

…ist im Sommer aber auch sehr karg.

 

0922

 

Mittagessen im Dorf. Was gibt’s wohl? Richtig: DÖNER :-D Die Einheimischen werden schnell auf uns aufmerksam; zu interessant erscheinen unsere Autos. Die Sprachbarriere ist zwar hoch, aber alle sind super-nett und ständig werden wir zum Tee eingeladen, den wir schwersten Herzens ablehnen.

Mittagessen im Dorf. Was gibt’s wohl? Richtig: DÖNER 😀 Die Einheimischen werden schnell auf uns aufmerksam; zu interessant erscheinen unsere Autos. Die Sprachbarriere ist zwar hoch, aber alle sind super-nett und ständig werden wir zum Tee eingeladen, den wir schwersten Herzens ablehnen.

 

Pause am schwarzen Meer

Pause am schwarzen Meer

 

09232

 

Eine Moschee

Eine Moschee

 

Wir spulen km nach km ab und sind völlig im Eimer. Die Strapazen der letzten Tage liessen sich wohl nicht mit jeweils 3h Schlaf kompensieren ;-) Unsere Körper schreien nach Gnade und wir entschliessen uns, uns nach 870km ein Hotelzimmer mit ordentlichem Bett und einer Dusche zu gönnen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut das getan hat. Zum Glück kann das Internet noch keine Gerüche übertragen :-D

Wir spulen km nach km ab und sind völlig im Eimer. Die Strapazen der letzten Tage liessen sich wohl nicht mit jeweils 3h Schlaf kompensieren 😉 Unsere Körper schreien nach Gnade und wir entschliessen uns, uns nach 870km ein Hotelzimmer mit ordentlichem Bett und einer Dusche zu gönnen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut das getan hat. Zum Glück kann das Internet noch keine Gerüche übertragen 😀

 

Eigentlich wollten wir nun kurz vor der georgischen Grenze sein, aber dafür fehlen uns noch runde 200km.

 

 

Tag 7: Auf nach Georgien zur Höhlenstadt

 

Wir sind nicht so wirklich zufrieden mit den Tages-km, die wir bisher abgespult haben. Wir haben alle keinen zimperlichen Fahrstil und missachten bereitwillig Geschwindigkeitsbeschränkungen, wechseln die Fahrer durch, fahren bis in die Nacht bis fast an die Müdigkeitsgrenze, aber irgendwie bleibt immer das Gefühl, zu langsam zu sein. Sind wir tatsächlich nicht auf einer Kaffeefahrt, sondern auf einer Rally?!? 😀 Wir beschließen, unsere Route ein wenig abzuändern. Eigentlich wollten wir die Grenze zu Georgien an der Küste bei Batumi überqueren, aber dann würden wir riskieren, die Höhlenstadt Vardzia zu verpassen, die wir unbedingt sehen wollen. Also beschliessen wir, weiter in der Türkei zu bleiben und ins Landesinnere zu fahren, um bei Posof die Grenze zu überqueren, wo wir quasi gegenüber von Vardzia rauskommen.

 

Es regnet…ein HOFFNUNGSSCHIMMER, heute mal nicht gegrillt zu werden :-D Fehlanzeige, nach einem seeeehr kurzen Schauer kam die Sonne wieder raus und hat ihren Job mit Bravour erledigt ;-)

Es regnet…ein HOFFNUNGSSCHIMMER, heute mal nicht gegrillt zu werden 😀 Fehlanzeige, nach einem seeeehr kurzen Schauer kam die Sonne wieder raus und hat ihren Job mit Bravour erledigt 😉

 

Wir verlassen die Küstenlinie und fahren ins Landesinnere. Wir werden mit wunderschönen Landschaften belohnt.

Wir verlassen die Küstenlinie und fahren ins Landesinnere. Wir werden mit wunderschönen Landschaften belohnt.

 

Wir zirkeln die Serpentinen rauf und runter. Seht ihr die Wegführung auf der anderen Seite im Hintergrund? Da müssen wir entlang ;-) Das Thermometer zeigt 38 Grad an. „Wir werden in unseren Autos gegrillt“ ist noch hoffnungslos untertrieben.

Wir zirkeln die Serpentinen rauf und runter. Seht ihr die Wegführung auf der anderen Seite im Hintergrund? Da müssen wir entlang 😉 Das Thermometer zeigt 38 Grad an. „Wir werden in unseren Autos gegrillt“ ist noch hoffnungslos untertrieben.

 

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Eine Haarnadelkurve um 180 Grad jagt die andere. Die Kurven sind teilweise so eng, dass wir sie nur mit Schrittgeschwindigkeit nehmen können.

Eine Haarnadelkurve um 180 Grad jagt die andere. Die Kurven sind teilweise so eng, dass wir sie nur mit Schrittgeschwindigkeit nehmen können.

 

Wir haben es geschafft und sind auf dem Spitze des Bergkamms angekommen. Bei 2470m geniessen wir die kühlen 25 Grad.

Wir haben es geschafft und sind auf dem Spitze des Bergkamms angekommen. Bei 2470m geniessen wir die kühlen 25 Grad.

 

Sonderlich viel wächst hier oben nicht mehr…

Sonderlich viel wächst hier oben nicht mehr…

 

Das traditionelle Leben in Zelten ist bestimmt sehr entbehrungsreich.

Das traditionelle Leben in Zelten ist bestimmt sehr entbehrungsreich.

 

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Wir nähern uns der georgischen Grenze. Die Strassen werden immer schlechter, oft fehlt der Strassenbelag komplett, wir zirkeln um die Schlaglöcher herum und nicht nur einmal hat unser Unterbodenschutz massiven Feindkontakt.

Wir nähern uns der georgischen Grenze. Die Strassen werden immer schlechter, oft fehlt der Strassenbelag komplett, wir zirkeln um die Schlaglöcher herum und nicht nur einmal hat unser Unterbodenschutz massiven Feindkontakt.

 

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Die Landschaft ist wunderschön, die Schlaglöcher weniger ;-)

Die Landschaft ist wunderschön, die Schlaglöcher weniger 😉

 

Kurze Pause. Bernd begutachtet sein Auto… „Ääääähhh…Leute…ich hab einen Reservereifen verloren…“ Schweigen… „WIE BITTE?!?“ Trotz Verwendung von Schwerlastzurrgurten, die wir natürlich bis zum Anschlag festgezogen haben, hat sich durch das Geschüttel irgendwie ein Reifen verselbständigt. Ein Wunder, dass der Nachbarreifen nicht auch gleich abgehauen ist. Auf der Strecke war kaum jemand unterwegs, insofern sind wir zuversichtlich, dass der Reifen schlicht und einfach im Straßengraben gelandet ist, aber ein flaues Gefühl bleibt doch…

Kurze Pause. Bernd begutachtet sein Auto… „Ääääähhh…Leute…ich hab einen Reservereifen verloren…“ Schweigen… „WIE BITTE?!?“ Trotz Verwendung von Schwerlastzurrgurten, die wir natürlich bis zum Anschlag festgezogen haben, hat sich durch das Geschüttel irgendwie ein Reifen verselbständigt. Ein Wunder, dass der Nachbarreifen nicht auch gleich abgehauen ist. Auf der Strecke war kaum jemand unterwegs, insofern sind wir zuversichtlich, dass der Reifen schlicht und einfach im Straßengraben gelandet ist, aber ein flaues Gefühl bleibt doch…

 

YEAH, genauso muss ein echter Offroader und Rally-Bolide aussehen: DRECKIG :-D

YEAH, genauso muss ein echter Offroader und Rally-Bolide aussehen: DRECKIG 😀

 

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Hurra, es ist 19.00 Uhr und wir schaffen es noch bei Tageslicht zur Grenze. Die Abfertigung auf türkischer Seite ist unkompliziert, die Grenzler sind desinteressiert. Auf georgischer Seite sind alle sehr freundlich; die Georgier reagieren allerdings sehr sensibel auf Drogenschmuggel und alle Autos werden mit Spürhunden abgesucht. Einer der Zöllner redet uns auf Deutsch an. Wo er denn sein Deutsch gelernt hätte, fragen wir. „In der Schule“. Wow, wir wären froh, wenn wir so gut Englisch könnten wie er Deutsch. Wir nutzen die Gelegenheit und fragen ihn nach einer Autoversicherung, denn unsere grüne internationale Versicherungskarte ist ab hier wertlos. Wir hatten erwartet, dass man an der Grenze eine Versicherung kaufen kann. „In Georgien braucht man keine Versicherung. Bei einem Unfall zahlt ihr, wenn ihr schuld seid und der andere, falls er schuld ist. Also fahrt einfach vorsichtig.“ Wir trauen unseren Ohren kaum, aber auch auf Nachfrage bei jemand anderen wird uns dies bestätigt. Nunja, das typisch deutsche Bedürfnis, immer und überall gegen alles versichert sein zu wollen, lässt uns etwas unbehaglich davonfahren. Also fahren wir mal vorsichtig und beschliessen, keinen Unfall zu haben ;-)

Hurra, es ist 19.00 Uhr und wir schaffen es noch bei Tageslicht zur Grenze. Die Abfertigung auf türkischer Seite ist unkompliziert, die Grenzler sind desinteressiert. Auf georgischer Seite sind alle sehr freundlich; die Georgier reagieren allerdings sehr sensibel auf Drogenschmuggel und alle Autos werden mit Spürhunden abgesucht. Einer der Zöllner redet uns auf Deutsch an. Wo er denn sein Deutsch gelernt hätte, fragen wir. „In der Schule“. Wow, wir wären froh, wenn wir so gut Englisch könnten wie er Deutsch. Wir nutzen die Gelegenheit und fragen ihn nach einer Autoversicherung, denn unsere grüne internationale Versicherungskarte ist ab hier wertlos. Wir hatten erwartet, dass man an der Grenze eine Versicherung kaufen kann. „In Georgien braucht man keine Versicherung. Bei einem Unfall zahlt ihr, wenn ihr schuld seid und der andere, falls er schuld ist. Also fahrt einfach vorsichtig.“ Wir trauen unseren Ohren kaum, aber auch auf Nachfrage bei jemand anderen wird uns dies bestätigt. Nunja, das typisch deutsche Bedürfnis, immer und überall gegen alles versichert sein zu wollen, lässt uns etwas unbehaglich davonfahren. Also fahren wir mal vorsichtig und beschliessen, keinen Unfall zu haben 😉

 

Bis wir über die Grenze sind, ist die Sonne untergegangen. Na toll, unser guter Vorsatz, endlich mal im Hellen einen Schlafplatz zu suchen, ist schon wieder dahin. Das Auswärtige Amt empfiehlt: „Nachtfahrten sind aufgrund der schlechten Strassenzustände zu vermeiden.“ Also machen wir doch mal eine Nachtfahrt 😀 Unser Ziel: Vardzia, wo wir die berühmte Höhlenstadt besuchen wollen. Um 21:00 Uhr kommen wir dort an. Auf der Zubringerstrasse, gegenüber der Höhlenstadt, ist ein kleiner Rastplatz mit Aussicht auf die Höhlenstadt, die die halbe Nacht angestrahlt wird. Wir machen einen Fotostop und der Platz gefällt uns so gut, dass wir beschließen, hier zu bleiben.

 

Aussicht auf die Höhlenstadt von unserem Campingplatz. Absolut beeindruckend, da brauch man definitiv keinen Fernseher. Schweigend geniessen wir den Ausblick und das Sternenzelt.

Aussicht auf die Höhlenstadt von unserem Campingplatz. Absolut beeindruckend, da brauch man definitiv keinen Fernseher. Schweigend geniessen wir den Ausblick und das Sternenzelt. Sogar Sternschnuppern regnen auf uns herab und wir können uns gar nicht sattsehen.

 

Unsere Autos haben heute eine mächtige Feuertaufe geschafft: bei 38 Grad die Serpentinen rauf und runter, harte Einschläge eingesteckt, unbefestigte Pisten…wir sind stolz auf unsere Rally-Bolliden, die heute 580km geschafft haben und wir sind endlich mal zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben wunderschöne Landschaften passiert und es wird schwer sein, diesen Campingplatz zu übertrumpfen. Die Messlatte liegt auf einmal sehr hoch 🙂

 

 

 

 

Von Hohenthann in die rumänischen Karpaten

Standard

Tag Null: Registrierung in Hohenthann

Es ist Samstag, 08. August, und heute soll es ENDLICH losgehen…naja, da war wohl die Vorfreude Vater des Gedanken, denn eigentlich sind wir erst bei Tag Null. Heute fahren wir zur Startlinie nach Hohenthann, ca. 90km nordöstlich von München. Frank von den Taunus Daredevils startet aus Idstein und hat nach 450km bereits eine ordentliche Etappe hinter sich; für die anderen ist es nicht sonderlich weit, denn die kommen aus München bzw. Landshut. Wir kommen nachmittags an und registrieren uns beim Rally-Veranstalter. Erste Schwätzchen mit den anderen Teams drehen sich natürlich um die Fahrzeuge, die Fahrzeugmodifiktionen, die Ausrüstung und um die Route.

 

Es sind noch nicht viele Teams da, aber die beiden größten Fahrzeuge sind bereits angekommen: Die Feuerwehrfahrzeuge sind beide ca. 30 Jahre alt, haben aber erst 25.000km bzw. 45.000km hinter sich. Dagegen ist unser Rally-Biest mit 228.500km deutlich „erfahrener“ ;-) Der große Feuerwehrwagen ist voll ausgerüstet. Eigentlich hat der Veranstalter eine Hubraumbegrenzung von 1.6l sowie ein Maximalalter von 17 Jahren festgelegt. Die Autos werden von uns ja nach dem Ende der Rally gespendet und sollen noch sinnvoll in Tadschikistan verkauft werden können, d.h. der Markt muss sich die Fahrzeuge auch leisten können. Im Falle von Feuerwehrfahrzeugen gibt’s aber Ausnahmen, da die händeringend gesucht werden. Der kleine Fiat in der Mitte sieht dagegen echt schlank aus :-D

Es sind noch nicht viele Teams da, aber die beiden größten Fahrzeuge sind bereits angekommen: Die Feuerwehrfahrzeuge sind beide ca. 30 Jahre alt, haben aber erst 25.000km bzw. 45.000km hinter sich. Dagegen ist das Rally-Biest der Taunus Daredevils (links, der schwarze Opel) mit 228.500km deutlich „erfahrener“ 😉 Der große Feuerwehrwagen ist voll ausgerüstet. Eigentlich hat der Veranstalter eine Hubraumbegrenzung von 1.6l sowie ein Maximalalter von 17 Jahren festgelegt. Die Autos werden von uns ja nach dem Ende der Rally gespendet und sollen noch sinnvoll in Tadschikistan verkauft werden können, d.h. der Markt muss sich die Fahrzeuge auch leisten können. Im Falle von Feuerwehrfahrzeugen gibt’s aber Ausnahmen, da die händeringend gesucht werden. Der kleine Fiat in der Mitte sieht dagegen echt schlank aus 😀

 

Schon auf dem Parkplatz wird ordentlich geschraubt und die letzten Vorbereitungen vervollständigt :-D

Schon auf dem Parkplatz wird ordentlich geschraubt und die letzten Vorbereitungen vervollständigt 😀

 

Nicht alle 27 teilnehmenden Teams kommen schon am Samstag.

Nicht alle 27 teilnehmenden Teams kommen schon am Samstag.

 

Wie soll es auch anders sein: Im bayrischen Biergarten wird über Routen gefachsimpelt und Sightseeing-Vorschläge ausgetauscht. Das eine oder andere Bier darf dabei natürlich nicht fehlen ;-)

Wie soll es auch anders sein: Im bayrischen Biergarten wird über Routen gefachsimpelt und Sightseeing-Vorschläge ausgetauscht. Das eine oder andere Bier darf dabei natürlich nicht fehlen 😉

 

Die Schloßbrauerei Hohenthann hat uns freundlicherweise einen Schlafsaal als erstes Camp zur Verfügung gestellt. Es ist viel zu warm nachts und die meisten Teams ziehen es vor, auf der Luftmatratze neben ihren Autos mit Blick auf einen perfekten Sternenhimmel zu übernachten 😉

 

 

 

Tag 1: Vom Start in Hohenthann nach Wien

Die Kirchenglocken wecken uns relativ früh am Sonntag Morgen um 6.00 Uhr. Es hilft leider nicht, den viertelstündlichen Glockenschlag zu ignorieren, also stehen wir bald auf.

 

Unser Schlaflager der letzten Nacht. Ungefähr die Hälfte der Teams sind im Laufe des vorherigen Abends angekommen.

Unser Schlaflager der letzten Nacht. Ungefähr die Hälfte der Teams sind im Laufe des vorherigen Abends angekommen.

 

Der Hof wird sich bald füllen :-)

Der Hof wird sich bald füllen 🙂

 

0807

 

Die Bab(v)arian Daredevils sichern sich die Pole Position :-D

Die Bab(v)arian Daredevils sichern sich die Pole Position 😀

 

Dürfen wir vorstellen: „Möhre“ :-D Um dem Namen gerecht zu werden, wurde das Opel-Emblem veredelt sowie mittels Magneten ein weiteres Erkennungsmerkmalen auf dem Dach (vor der grünen Kiste) befestigt :-D

Dürfen wir vorstellen: „Möhre“ 😀 Um dem Namen gerecht zu werden, wurde das Opel-Emblem veredelt sowie mittels Magneten ein weiteres Erkennungsmerkmalen auf dem Dach (vor der grünen Kiste) befestigt 😀

 

Manche Dachträgerkonstruktionen wirken etwas abenteuerlich; hoffentlich hält’s…

Manche Dachträgerkonstruktionen wirken etwas abenteuerlich; hoffentlich hält’s…

 

0811

 

Die Taunus Daredevils (der schwarze Opel Astra)

Die Taunus Daredevils (der schwarze Opel Astra)

 

0813

Der erste „Unfall“ ereignet sich noch vor dem Start: Das Glas mit dem albanischer Schafskäse hat die Anfahrt wohl nicht überlebt 😀

 

 

0814

Um 11.30 Uhr beginnt der offizielle Teil: Die Repräsentanten von TAM (der Rally-Veranstalter), Habitat for Humanity sowie der Bürgermeisterin (v.l.n.r.) halten Reden, stellen den Spendenstatus und aktuelle Spendenprojekte vor und danken natürlich allen Unterstützern und Sponsoren. Die Gelder von dieser Rally wird Habitat for Humanity für das „Winterization“-Projekt verwenden, mit dem tadschikische Häuser in den ärmsten Gegenden gegen die extremen Temperaturen von minus 40 Grad im Winter besser isoliert werden sollen. Derweil steigt und steigt das Spendenbarometer; soviel Geld hatte der Veranstalter noch nie vor einem Rally-Start eingesammelt: Zum Startschuß wurde die 22.000Euro-Marke geknackt! 🙂

 

 

Bei der Prämierung des besten, witzigsten und originellsten Fahrzeugs punktet die Besatzung von diesem Feuerwehr-Mannschaftsbus. Bei Temperaturen von über 30 Grad schwingen sich die Jungs in die Uniformen. Und jetzt ratet mal, ob die auch im wirklichen Leben Feuerwehrleute sind ;-)

Bei der Prämierung des besten, witzigsten und originellsten Fahrzeugs punktet die Besatzung von diesem Feuerwehr-Mannschaftsbus. Bei Temperaturen von über 30 Grad schwingen sich die Jungs in die Uniformen. Und jetzt ratet mal, ob die auch im wirklichen Leben Feuerwehrleute sind 😉

 

STARTSCHUSS!!! Der Konvoi setzt sich laut hupend und unter eingeschalteten Sirenen und dem Gejohle des Publikums um 12.30 Uhr in Bewegung :-)

STARTSCHUSS!!! Der Konvoi setzt sich laut hupend und unter eingeschalteten Sirenen und dem Gejohle des Publikums um 12.30 Uhr in Bewegung 🙂

 

Der Feuerwehr-Wagen passt nicht so recht unter der Start-Flagge durch :-D

Der Feuerwehr-Wagen passt nicht so recht unter der Start-Flagge durch 😀

 

Es ist eine Rally, insofern gibt Schumi Vollgas. Wir überholen ein Österreichisches Team in ihrem Fiat. Man beachte die Mülltonne auf dem Dach, die sie als Klamotten-Speicher benutzen :-D

Es ist eine Rally, insofern gibt Schumi Vollgas. Wir überholen ein Österreichisches Team in ihrem Fiat. Man beachte die Mülltonne auf dem Dach, die sie als Klamotten-Speicher benutzen 😀

 

Unser erstes Ziel: Vanessa und Norbert, die wir aus unseren Katar-Zeiten kennen und jetzt südlich von Wien leben, haben uns für diese Nacht ein weiches Bettchen angeboten. Die Fahrt verläuft weitestgehend unspektakulär, aber es offenbart sich ein unangenehmes Problem: Die Klimaanlage vom schwarzen Opel ist immer noch kaputt (es war leider zu teuer, sie zu reparieren); der rote Opel hat erst gar keine Klimaanlage. Bei Außentemperaturen von 35 Grad werden wir in unseren Autos regelrecht gegrillt. Das wird anstrengenden…

Unser erstes Ziel: Vanessa und Norbert, die wir aus unseren Katar-Zeiten kennen und jetzt südlich von Wien leben, haben uns für diese Nacht ein weiches Bettchen angeboten. Die Fahrt verläuft weitestgehend unspektakulär, aber es offenbart sich ein unangenehmes Problem: Die Klimaanlage vom schwarzen Opel ist immer noch kaputt (es war leider zu teuer, sie zu reparieren); der rote Opel hat erst gar keine Klimaanlage. Bei Außentemperaturen von 35 Grad werden wir in unseren Autos regelrecht gegrillt. Das wird anstrengenden…

 

Nach 490km und „medium to well done“ kommen wir bei Vanessa und Norbert an.

Nach 490km und „medium to well done“ kommen wir bei Vanessa und Norbert an.

 

Die beiden haben sich ein sehr hübsches Häuschen hingestellt…

Die beiden haben sich ein sehr hübsches Häuschen hingestellt…

 

…mit einem tollen Garten.

…mit einem tollen Garten.

 

Mit dem „original-in-Katar-selbstgebastelten“ Grill wärmen wir alte Kriegsgeschichten wieder auf :-D

Mit dem „original-in-Katar-selbstgebastelten“ Grill wärmen wir alte Kriegsgeschichten wieder auf 😀

 

 

 

 

Tag 2: Von Wien nach Ungarn ins…Irgendwo

 

Bevor wir uns von Vanessa und Norbert verabschieden, fahren wir noch ins elterliche Weingut und versorgen uns mit ein paar Köstlichkeiten 😉 Danach fahren wir noch schnell ein paar Kleinigkeiten einkaufen und dann passiert’s: Der rote Opel springt nicht mehr an…was ist da los? Das kann doch nicht sein; JETZT SCHON PROBLEME?!? Natürlich haben wir die Autos durchchecken und alles, was notwendig war für eine längere Tour, richten lassen. Und zu allem Übel steht die Karre auch noch auf der Straße und leiert und leiert und leiert, aber keine Zündung. Es hilft nix, wir schleppen den Wagen in die Werkstatt, die zum Glück gleich gegenüber ist. Das ist natürlich Glück im Unglück und es besser, im österreichischen Industriegebiet liegenzubleiben als in der usbekischen Pampa. Aber es kratzt am Ego, dass wir jetzt schon zum ersten Mal in die Werkstatt müssen.

 

Der Werkstattmeister hängt sein Diagnosemodul an und schaut sich den Fehlerspeicher an. Alles ist in Ordnung. Auch die Überprüfung von anderen potentiellen Fehlerquellen gibt keinen Aufschluss. Und da kommt dem Werkstattmeister eine Idee…

Der Werkstattmeister hängt sein Diagnosemodul an und schaut sich den Fehlerspeicher an. Alles ist in Ordnung. Auch die Überprüfung von anderen potentiellen Fehlerquellen gibt keinen Aufschluss. Und da kommt dem Werkstattmeister eine Idee…

 

…“Zeigen Sie mir mal den Autoschlüssel, mit dem Sie den Wagen starten wollten.“ Und er fängt an zu grinsen und seine Erklärung weitet zuerst unsere ungläubigen Augen, bevor wir in schallendes Gelächter ausbrechen: Da wir die Autos spenden werden, haben wir natürlich alle Schlüssel dabei. Bernd hat alle Schlüssel an einem Bund und hat blind den 3. Notfallschlüssel genommen. Der Werkstattmeister erklärt: „Das ist nur ein Schlüssel für Wartungsaktivitäten, denn das ist der einzige, der keinen integrierten Chip hat, um die Wegfahrsperre zu deaktivieren.“ 😀 😀 😀 Nachdem wir wieder zu Atem gekommen sind, drücken wir dem Werkstattmeister einen Obolus in die Hände und satteln die Hühner.

 

Die gute Nachricht: Der Wagen ist vollkommen in Ordnung. Die schlechte Nachricht: Wir sind spät dran und müssen noch viele km gutmachen. Also nix wie rüber über die österreichisch-ungarische Grenze und Vollgas.

Die gute Nachricht: Der Wagen ist vollkommen in Ordnung. Die schlechte Nachricht: Wir sind spät dran und müssen noch viele km gutmachen. Also nix wie rüber über die österreichisch-ungarische Grenze und Vollgas.

 

Wir überholen in Ungarn unsere Feuerwehrleute…oder sind’s gar keine? ;-)

Wir überholen in Ungarn unsere Feuerwehrleute…oder sind’s gar keine? 😉

 

Was will der ungarische Tankstellenbesitzer uns damit sagen? :-D

Was will der ungarische Tankstellenbesitzer uns damit sagen? 😀

 

Km über km fliegt in Ungarn an uns vorbei. Unser Plan: Möglichst schnell durch Osteuropa durch und lieber mehr Zeit in Zentralasien verbringen, denn da kommt man nicht so schnell wieder hin. Wir gönnen uns eine kurze Pause…

Km über km fliegt in Ungarn an uns vorbei. Unser Plan: Möglichst schnell durch Osteuropa durch und lieber mehr Zeit in Zentralasien verbringen, denn da kommt man nicht so schnell wieder hin. Wir gönnen uns eine kurze Pause…

 

…und machen einen schnellen Badestop.

…und machen einen schnellen Badestop.

 

Wir halten in Ungarn bei einer großen Bauhauskette. Wer errät, welche es ist? :-D

Wir halten in Ungarn bei einer großen Bauhauskette. Wer errät, welche es ist? 😀

 

Denn wir wollen unser Inventar aufrüsten: Es ist unsäglich heiß und alles, was im Auto ist, ist brühwarm. Nicht alle Getränke sind lecker, wenn sie auf Siedetemperatur hochgekocht werden ;-) Und hier seht ihr den stolzen Besitzer einer elektrischen Kühlbox :-D

Denn wir wollen unser Inventar aufrüsten: Es ist unsäglich heiß und alles, was im Auto ist, ist brühwarm. Nicht alle Getränke sind lecker, wenn sie auf Siedetemperatur hochgekocht werden 😉 Und hier seht ihr den stolzen Besitzer einer elektrischen Kühlbox 😀

 

Wir überqueren abends die Grenze zu Rumänien. Die Abfertigung ist schnell und unkompliziert. Obwohl unsere Autos auffallen und die Grenzler einen zweiten Blick auf uns werfen, ist es mit einer kurzen Sichtüberprüfung erledigt. Irgendwo hinter der Grenze suchen wir uns eine Tankstelle. Wir haben für heute die Nase voll und beschließen, uns einen Zeltplatz zu suchen, insofern können wir auch gleich ein Fläschchen Bier an der Tanke einkaufen. „Ich geh‘ mal ‚nen Sixpack holen“ hat in Rumänien allerdings eine ganz andere Bedeutung ;-) :-D

Wir überqueren abends die Grenze zu Rumänien. Die Abfertigung ist schnell und unkompliziert. Obwohl unsere Autos auffallen und die Grenzler einen zweiten Blick auf uns werfen, ist es mit einer kurzen Sichtüberprüfung erledigt. Irgendwo hinter der Grenze suchen wir uns eine Tankstelle. Wir haben für heute die Nase voll und beschließen, uns einen Zeltplatz zu suchen, insofern können wir auch gleich ein Fläschchen Bier an der Tanke einkaufen. „Ich geh‘ mal ‚nen Sixpack holen“ hat in Rumänien allerdings eine ganz andere Bedeutung 😉 😀

 

Wir biegen ab und suchen uns abseits der Straßen in der Pampa ein Schlafplätzchen. Wild campen und in der Dunkelheit einen Zeltplatz suchen ist eine schwierige Kombination. Nach 705km heute sind wir doch recht erschöpft und keiner hat Lust, ein Zelt aufzubauen. Egal, es ist eh warm genug. Es ist viel zu spät, die Küche bleibt kalt und nachdem die Bierflasche einen schnellen Tot gestorben ist, heißt es gute Nacht.

 

Tag 3: Zum Termin in die rumänischen Karpaten mit der Waldbahn

 

Am Morgen schauen wir uns kurz die Umgebung an, wo wir denn da gelandet sind.

Am Morgen schauen wir uns kurz die Umgebung an, wo wir denn da gelandet sind.

 

„Ich stehe erst auf, wenn es Frühstück gibt.“ Sorry, Zimmerservice fällt heute aus :-D

„Ich stehe erst auf, wenn es Frühstück gibt.“ Sorry, Zimmerservice fällt heute aus 😀

 

Die gestern erwähnten Sixpacks :-D

Die gestern erwähnten Sixpacks 😀

 

Unser Plan für heute: Wir haben nur 170km vor uns, insofern brauchen wir uns nicht ganz so schlimm zu hetzen. Das Ziel: Viseu de Sus in den rumänischen Karpaten. Dort steigt heute Abend die CheckPoint-Party. Wir fahren durch die Dörfer (90% der Rumänen sind rumänisch-orthodox; hier eine Kirche) und sind oft nur einen Steinwurf von der ukrainischen Grenze entfernt.

Unser Plan für heute: Wir haben nur 170km vor uns, insofern brauchen wir uns nicht ganz so schlimm zu hetzen. Das Ziel: Viseu de Sus in den rumänischen Karpaten. Dort steigt heute Abend die CheckPoint-Party. Wir fahren durch die Dörfer (90% der Rumänen sind rumänisch-orthodox; hier eine Kirche) und sind oft nur einen Steinwurf von der ukrainischen Grenze entfernt.

 

Um 14.00 Uhr schlagen wir in Viseu de Sus auf und werden schon gebührend empfangen.

Um 14.00 Uhr schlagen wir in Viseu de Sus auf und werden schon gebührend empfangen.

 

0840

 

Die Touristen interessieren sich eher für unsere Autos als für die historische Dampflok :-D

Die Touristen interessieren sich eher für unsere Autos als für die historische Dampflok 😀

 

Wir schauen uns die letzte „Walddampfbahn“ in Europa an. Der Betrieb wird von einem Deutschen geleitet, der schon lange Jahre hier ist.

Wir schauen uns die letzte „Walddampfbahn“ in Europa an. Der Betrieb wird von einem Deutschen geleitet, der schon lange Jahre hier ist.

 

Als alle eingetroffen sind, steigen wir in den für uns bereitgestellten Zug. Wir fahren nun 2h durch die Karpaten zu unserem Zielort. Die Bahn ist die einzige Verbindung, es gibt keine Straße oder Weg dorthin.

Als alle eingetroffen sind, steigen wir in den für uns bereitgestellten Zug. Wir fahren nun 2h durch die Karpaten zu unserem Zielort. Die Bahn ist die einzige Verbindung, es gibt keine Straße oder Weg dorthin.

 

Wir haben sogar eine einheimische Band an Bord, die uns mit Volksmusik die Zeit verkürzen soll.

Wir haben sogar eine einheimische Band an Bord, die uns mit Volksmusik die Zeit verkürzen soll.

 

0843

 

0844

 

0845

 

Die Band gibt einfach nicht auf :-D

Die Band gibt einfach nicht auf 😀

 

Bienenstöcke

Bienenstöcke

 

Nach 2h Fahrt durch die Wälder, vorbei an kleinen Holzfäller-Stationen, kommen wir an unserem Zielort an. Hier verbringen wir einen leckeren Grillabend und jetzt ratet mal, mit welcher Musik ;-) Aber die Ansage ist: Zeitig zu Bett gehen, denn am nächsten Morgen um 6.00 Uhr soll schon der Weckruf ertönen, damit wir vor den Güterzügen mit den Baumstämmen auf den Gleisen sind. Denn die haben Vorfahrt und da es nur ein Gleis gibt, kann es ab und zu passieren, dass unser Zug mehrere Stunden auf einem Abstellgleis landet.

Nach 2h Fahrt durch die Wälder, vorbei an kleinen Holzfäller-Stationen, kommen wir an unserem Zielort an. Hier verbringen wir einen leckeren Grillabend und jetzt ratet mal, mit welcher Musik 😉 Aber die Ansage ist: Zeitig zu Bett gehen, denn am nächsten Morgen um 6.00 Uhr soll schon der Weckruf ertönen, damit wir vor den Güterzügen mit den Baumstämmen auf den Gleisen sind. Denn die haben Vorfahrt und da es nur ein Gleis gibt, kann es ab und zu passieren, dass unser Zug mehrere Stunden auf einem Abstellgleis landet.

Die Zeitungen rennen uns die Bude ein // LIVE-Tracking // Countdown

Standard

Die Zeitungen rennen uns die Bude ein…nunja, eine gewisse künstlerische Freiheit beim Verdrehen der Wahrheiten gestatten wir uns 😉 …wir konnten uns grade noch so gegen den riesigen Ansturm der Interviewanfragen wehren 😉 aber egal, wir sind nun BERÜHMT…oder so ähnlich 😀

Die Taunus Daredevils in der Idsteiner Zeitung, erschienen am Samstag, 08. August:

Link zum Online-Artikel

IZ BildIZ Artikel

 

Die Bab(v)arian Daredevils im Landshuter Wochenblatt, erschienen am Mittwoch, 05. August:

Möhre is famous

 

Wir danken den Verlagen für ihre Unterstützung der Rally und die Artikel. Wir werden die Idsteiner Zeitung auch während der Tour mit Informationen und Bildern versorgen, denn es ist geplant, weitere Artikel zu veröffentlichen. Also: Weiterhin brav Zeitung lesen 😉

 

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GPS-LIVE-TRACKING: Bleibt uns buchstäblich auf den Fersen

Ihr könnt ab dem Start der Rally (fast) live bei uns bleiben und (fast) genau sehen, wo wir uns aufhalten. Wir werden nämlich so einen kleinen Satelliten-GPS-Blackbox-Dingsbums dabeihaben, das alle 10 Minuten (deswegen: „fast“ live) unsere Koordinaten an diese Karte (hier klicken) schickt. Den Link zu dieser Karte findet ihr auch rechts im Menü unter „weiterführende Links“; den könnt ihr jederzeit anklicken, wenn ihr genau sehen wollt, wo wir mal wieder in der Sch… stecken 😀

So sieht die Karte aus (nicht wundern: Die Rally hat ja noch nicht begonnen, insofern gibt’s natürlich noch keine Tracks):

Bei der Verteilung der GPS-Geräte haben wir die Nr. 14 bekommen (siehe roten Pfeil links unten). Wenn ihr nur uns auf der Karte sehen wollt, dann klickt alle Häkchen in den weißen Kästchen neben den Gerätenummern weg. Umgekehrt setzt die Häkchen bei den Teams, die ihr zusätzlich auf der Karte sehen wollt. Rot umrandet haben den Start, die CheckPoint-Party in Rumänien sowie das Ziel Duschanbe in Tajikistan. Rechts unten seht ihr den aktuellen Spendenstand von dieser Rally.

Bei der Verteilung der GPS-Geräte haben wir die Nr. 14 bekommen (siehe roten Pfeil links unten). Wenn ihr nur uns auf der Karte sehen wollt, dann klickt alle Häkchen in den weißen Kästchen neben den Gerätenummern weg. Umgekehrt setzt die Häkchen bei den Teams, die ihr zusätzlich auf der Karte sehen wollt.
Rot umrandet haben wir den Start, die CheckPoint-Party in Rumänien sowie das Ziel Duschanbe in Tajikistan. Rechts unten seht ihr den aktuellen Spendenstand von dieser Rally.

 

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COUNTDOWN

Bald geht’s los, wir können schon die Stunden zählen 🙂 Am Samstag (08. August) fahren wir zur Startlinie nach Hohenthann (das ist ca. 90km nordöstlich von München) und lernen dort die anderen Teams kennen. So, wie es sich im Bayernland gehört, gibt’s am Sonntag früh ein zünftiges Weißwurstfrühstück 😀 Mittags werden die Spendenprojekte und der aktuelle Spendenstand vorgestellt und um 13.00 Uhr gibt die Bürgermeisterin von Hohenthann persönlich den Startschuss.

…und dann starten wir ENDLICH in die Wildnis…nach Österreich 😀 Vanessa und Norbert, die wir aus den guten alten Katar-Zeiten kennen und nun in der Nähe von Wien leben, sind so nett und sorgen dafür, dass der Beginn unserer Camping-Tour zumindest um 1 Nacht aufgeschoben wird und gewähren uns noch ein weiches Bettchen und eine Dusche, so mit fließendem Wasser und so…denn das wird sich bald ändern… 😉

 

Möhre in der Beautyfarm // Pimp the Carrot

Standard

Natürlich richten auch die Bab(v)arian Daredevils ihr Wägelchen her, das sie liebevoll „Möhre“ getauft haben. // Of course also the Bab(v)arian Daredevils prepare their car, which they named „Carrot“.

 

Unsere Möhre war in der Hörndlschen Beautyfarm und ist nun voll gepimpt, blitzt, blinkt, strahlt – kurz: sie schaut wieder scharf und sexy aus! Danke euch! // Carrot spent some time in Hörndl’s beauty farm for cars and its now fully pimpt, shiny, glamorous – to keep a long story short: now she looks really sexy! Thanks for that, guys

 

 

Wow – was für’n Vorbau! Keine Chance für Steine oder Monsterheuschrecken, Möhres neuer, extragroßer Kühler ist sicher. // Wow – what a front! No chance for stones or monster grasshoppers, Carrots new XXL radiator is save.

 

 

Möhre’s Tank und Kraftstofffilter: GESICHERT! // Carrots fuel tank and filter: SAVE!

 

 

Möhre’s Leitungen: Sicher! // Carrot pipes: SAVE!

 

 

…. und auch die Ölwanne: SICHER! // … and also the oil pan: SAVE!

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus

Standard

…und wer hier mit „Star“ gemeint ist, könnt ihr euch dann nach der Lektüre dieses Artikels selbst überlegen 😀

 

Und wir können gleich mit der nächsten Erfolgsmeldung aufwarten: Der Wagen der Taunus Daredevils hat die Überführung von Brettheim nach Idstein anstandslos überstanden und das sind immerhin gnadenlose 230km; die Zuversicht übermannt uns 😀

Nach EWIGEM Hin und Her sind nun ENDLICH die Logo-Aufkleber der Taunus Daredevils eingetroffen. HURRA! Ihr glaubt gar nicht, was das für eine mühsame Aktion war. Egal, schwamm drüber, dafür sieht’s schick aus…und wehe, jemand sagt jetzt was anderes 😉

Die Tajik-Rally ist keine kleine Hinterhof-Veranstaltung und findet zum wiederholten Male statt. Dieses Jahr sind wir über 30 Teams, die alle jeweils mindestens 750 Euro Spendengelder sammeln, die direkt an Hänsel&Gretel und Habitat for Humanity gehen. Am 31. Juli (also ca. 1 Woche vor Start der Rally) erreicht uns folgende Nachricht vom Veranstalter „Adventure Manufactory„:

„[…] In den letzten Tagen ist der Spendenstand astronomisch kräftig angestiegen. Das ist der Wahnsinn! […]

Spendenstand heute um 12:00 Uhr: 16.511 EUR

Spendenstand in 2014 zur gleichen Zeit: 7.030 EUR

An dieser Stelle möchten wir uns schon mal im Namen von Habitat for Humanity und der Kinderstiftung Hänsel und Gretel ganz herzlich bei euch für die unglaubliche Leistung im Spendenstand bedanken. Das ist der höchste Spendenstand den wir je vor einer Rally erreicht haben!!! Ein HURRA und PROST auf euch!!! Super Arbeit Leute! Jetzt heißt es am Ball bleiben!

Vielen Dank euch allen!

Wir freuen uns schon tierisch euch alle endlich am Start kennen zu lernen.

Rally-Ho und liebe Grüße,

Euer TAM Team

Sabine, Stefan und Borris“

 

Das sind natürlich bombastische Nachrichten und wir sind stolz, dass wir (also: IHR) wesentlich dazu beigetragen habt, denn der Spendenstatus von den Taunus Daredevils beträgt zum Zeitpunkt dieser Meldung beachtliche 850€ 🙂 🙂 🙂 womit wir zu den Spitzenreitern zählen. Hiermit leiten wir also den Dank des Veranstalters an euch weiter! Und die Spendenuhr läuft ja weiter; wir hoffen weiterhin auf Spendeneingänge und wie ihr ja wisst, werden wir am Ende unserer Reise unser Auto in Tajikistan spenden. Dort wird es versteigert und der Erlös fliesst natürlich auch in diesen Topf. Das klingt alles rekordverdächtig 🙂

Es ist also kein Wunder, dass die Rally eine gewisse Aufmerksamkeit erregt. Letztes Jahr war sogar ein Kamera-Team von VOX dabei (ja, der Fernseh-Sender) und hat ein Team über die ganze Tour begleitet. Wir wissen (noch) nicht, was dieses Jahr in dieser Hinsicht geplant ist bzw. passieren soll, aber wir denken uns, dass es bestimmt nicht schaden würde, die Idsteiner Zeitung darauf hinzuweisen, dass zwei Idstaaner dieses Jahr teilnehmen werden. Und tatsächlich, auch die Idsteiner Zeitung findet das interessant und will gleich mehrere Berichte über uns bringen. Wir verabreden uns also zu einem Fototermin (das eigentliche Interview soll später stattfinden) mit einer Fotografin der Idsteiner Zeitung.

 

Wir packen die (regelkonforme) Abdeckung der Zusatzscheinwerfer aus. Dies ist ein wichtiges Detail...finden zumindest wir ;-)

Wir packen die (regelkonforme) Abdeckung der Zusatzscheinwerfer aus. Dies ist ein wichtiges Detail…finden zumindest wir 😉

 

...und Feuer frei! Nunja, für's Fussballstadion reicht's nicht ganz, aber die Erleuchtung wird uns auf Knopfdruck widerfahren, wenn es nötig ist ;-)

…und Feuer frei! Nunja, für’s Fussballstadion reicht’s nicht ganz, aber die Erleuchtung wird uns auf Knopfdruck widerfahren, wenn es nötig ist 😉

 

"So, Jungs, dann haltet mal die Daumen hoch..."

„So, Jungs, dann haltet mal die Daumen hoch…“

 

"...nein, nein, nein, doch nicht SOOO...sondern SOOO."

„…nein, nein, nein, doch nicht SOOO…sondern SOOO.“

 

Nagut, JETZT haben es sogar wir begriffen...gar nicht so einfach, der Job als Topmodel ;-) Aber jetzt wissen wir ja, wie wir uns vor der Kamera verhalten müssen; vielleicht bewerben wir uns nächstes Jahr bei einem anderen Wettbewerb :-D

Nagut, JETZT haben sogar wir es begriffen…gar nicht so einfach, der Job als Topmodel 😉 Aber jetzt wissen wir ja, wie wir uns vor der Kamera verhalten müssen; vielleicht bewerben wir uns nächstes Jahr bei einem anderen Wettbewerb 😀

 

"Mach hinne, der Arm wird schwer" :-D ...wir müssen wohl das Training im einarmigen Reissen in der Halbliterklasse auffrischen ;-)

„Mach hinne, der Arm wird schwer“ 😀 …wir müssen wohl das Training im einarmigen Reissen in der Halbliterklasse auffrischen 😉

 

Wir hatten nicht erwartet, dass wir SOOOO GUT auf den Bildern aussehen :-D

Wir hatten nicht erwartet, dass wir SOOOO GUT auf den Bildern aussehen 😀

 

"So, wie war das nochmal, wo fahrt ihr hin?" Wir erzählen unsere Geschichte. "...äääähh...ernsthaft jetzt?" Jupp, ernsthaft :-D

„So, wie war das nochmal, wo fahrt ihr hin?“ Wir erzählen unsere Geschichte. „…äääähh…ernsthaft jetzt?“ Jupp, ernsthaft 😀

 

Und da wir schonmal hier sind, nutzen wir doch gleich die Gelegenheit, um auch ein paar eigene Fotos vor einem der Wahrzeichen unserer Heimat zu machen :-)

Und da wir schonmal hier sind, nutzen wir doch gleich die Gelegenheit, um auch ein paar eigene Fotos vor einem der Wahrzeichen unserer Heimat zu machen 🙂 Hier im Hintergrund: das Schloss

 

...und der Hexenturm darf natürlich AUF GAR KEINEN FALL fehlen!

…und der Hexenturm darf natürlich AUF GAR KEINEN FALL fehlen!

 

"Vielen Dank an alle Unterstützer, Spender und Sponsoren!" WIR KÖNNEN DAS GAR NICHT OFT GENUG SAGEN :-)

„Vielen Dank an alle Unterstützer, Spender und Sponsoren!“
WIR KÖNNEN DAS GAR NICHT OFT GENUG SAGEN 🙂

 

Falls sich nicht jeder hier wiederfindet: Die Liste ist seit diesem Foto schon wieder länger geworden und natürlich aktualisieren wir sie laufend.

Falls sich nicht jeder hier wiederfindet: Die Liste ist seit diesem Foto schon wieder länger geworden und natürlich aktualisieren wir sie laufend.

 

Abmarschbereit: Wir scharren mit den Reifen.

Sieht der Wagen nicht schmuck aus? 🙂 Mal schauen, wie er aussieht, wenn wir ihn am Ziel abliefern 😉

 

Wie die Idsteiner Zeitung uns heute mitgeteilt hat, planen sie, den ersten Bericht über uns entweder am Freitag, 07. August, oder am Samstag, 08. August, zu drucken. Haltet also die Augen offen! Somit erwartet jeder Zeitungsverkäufer natürlich einen exorbitanten Ansturm 😉 aber keine Sorge, falls die Zeitung vergriffen ist oder ihr nicht im Idsteiner Einzugsgebiet liegt: Wir werden natürlich einen Scan des Artikels hier veröffentlichen (sowie den Link auf den Online-Artikel, falls möglich).

 

Wir lassen also wieder in ein paar Tagen von uns hören; bis dahin: immer hübsch Zeitung lesen 😉 😀

 

 

 

 

Pimp das Biest

Standard

Siedendheiß fällt uns ein: Wir müssen ja 9.000km bis nach Tajikistan mit dem Wagen überleben und da wird’s die von Ingo und Kurt installierte Panzerplatte nicht ganz alleine tun. Also: Das Wägelchen muss technisch hergerichtet werden. Wir geben das Biest also in Axel’s treue Hände von Landwehr Automobile in Brettheim (bei Crailsheim). Erleichtert stellt nicht nur Axel fest, dass der Wagen eigentlich ziemlich gut dasteht und nicht viel Aufmerksamkeit benötigt. Natürlich müssen ein paar Kleinigkeiten gemacht werden, allen voran ein Ölwechsel und die Instandsetzung der Bremsleitungen (könnte hilfreich sein 😉 ). Wir haben nun sogar neue Wischerblätter 😀

 

Falls die Auspuffanlage uns doch mal "verlässt", bleibt sie nun zumindest bei uns ;-)

Falls die Auspuffanlage uns doch mal „verlässt“, bleibt sie nun zumindest bei uns 😉

 

Handschuhfach mit kaputten Aufhängungen? Das geht ja gar nicht...jetzt schon :-D

Handschuhfach mit kaputten Aufhängungen? Das geht ja gar nicht…jetzt schon 😀 Am Scharnier eine Blechlasche angebracht und die Fanghaken durch Anbringen von zwei Kabeln ersetzt: FÄDDISCH

 

Die vorderen Reifen sind Formel-1-tauglich, allerdings für trockene Strecken ;-) Aber durch den kasachischen Dschungel kommen wir damit nicht. Axel spendiert uns zwei niegelnagelneue Reifen. Das fühlt sich gleich wie 50PS mehr an :-)

Die vorderen Reifen sind Formel-1-tauglich, allerdings für trockene Strecken 😉 Aber durch den kasachischen Dschungel kommen wir damit nicht. Axel spendiert uns zwei niegelnagelneue Reifen. Das fühlt sich gleich wie 50PS mehr an 🙂

 

Nachdem der Wagen also technisch die Tour überleben sollte (jaja, wir wissen’s ja, aber so sagt es die Kristallkugel 😀 ), geht’s an die Ausrüstung: Wir erwarten gaaaanz leicht schlechtere Straßenzustände als in unserer Garagenauffahrt und entsprechend könnte der Reservereifenbedarf eeeetwas höher sein 😉 Zum Glück haben wir einen kompletten weiteren Satz Reifen dabei, der natürlich mit soll. Zusammen mit dem eigentlichen Reservereifen wären das insgesamt 5 Stück…das sollte wohl reichen. Nur: Wohin damit? Wenn wir die einladen, ist der Kofferraum voll und es muss ja noch mehr Ausrüstung mit. Also: Logischerweise kommen die 4 Reifen aufs Dach…aber alle 4? Axel weiß die Lösung und fertigt mal eben schnell ein Provisorium an (was dann später auch Realität wird), wie er sich das vorstellt:

 

So soll es aussehen: Querstreben an die Dachträger, daraus eine Trägerkonstruktion basteln mit Aufnahmen für alle 4 Reifen plus sogar noch 2x 20 Liter Reservekanister.

So soll es aussehen: Querstreben an die Dachträger, daraus eine Trägerkonstruktion basteln mit Aufnahmen für alle 4 Reifen plus sogar noch 2x 20 Liter Reservekanister UND Zusatzscheinwerfer.

 

Die Trägerkonstruktion stammt aus der Unterkonstruktion von IKEA Schreibtischen :-D Wozu IKEA nicht alles gut ist... ;-)

Die Trägerkonstruktion stammt aus dem Unterbau von IKEA Schreibtischen 😀 Wozu IKEA nicht alles gut ist… 😉

 

Technisch sind wir also startklar. Kümmern wir uns nun also um die Beklebung, also das EIGENTLICHE Rally-Tuning 😀

 

Fangen wir vorne an: Der Teamname kommt auf die Windschutzscheibe und unsere selbst vergebene Startnummer auf die Motorhaube.

Fangen wir vorne an: Der Teamname kommt auf die Windschutzscheibe und unsere selbst vergebene Startnummer auf die Motorhaube.

 

Beim Start werden uns die anderen Teams ja von hinten sehen und bei diesem einmaligen Moment sollten sie wissen, wer ihnen davonfährt :-D Also: Teamname auf die Heckscheibe und falls noch jemand spenden möchte: einfach den QR-Code scannen und schon seid ihr auf unserer Spendenseite.

Beim Start werden uns die anderen Teams ja von hinten sehen und bei diesem einmaligen Moment sollten sie wissen, wer ihnen davonfährt 😀 Also: Teamname auf die Heckscheibe und falls noch jemand spenden möchte: einfach den QR-Code scannen und schon seid ihr auf unserer Spendenseite.

 

Axel als unser größter Unterstützer bekommt natürlich für "Landwehr Automobile" einen Ehrenplatz auf den beiden Türen. Inzwischen ist auch die Veranstalterbeklebung eingetroffen, die auf die vorderen beiden Türen kommt und die Namen der heldenhaften Piloten dürfen natürlich auch nicht fehlen :-D

Axel als unser größter Unterstützer bekommt natürlich für „Landwehr Automobile“ einen Ehrenplatz auf den beiden Türen. Inzwischen ist auch die Veranstalterbeklebung eingetroffen, die auf die vorderen beiden Türen kommt und die Namen der heldenhaften Piloten dürfen natürlich auch nicht fehlen 😀

 

Der Wagen ist fast fertig (unsere Logos folgen noch; die haben's leider nicht rechtzeitig für dieses Foto geschafft) und kann nun der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Der Wagen ist fast fertig (unsere Logos folgen noch; die haben’s leider nicht rechtzeitig für dieses Foto geschafft) und kann nun der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

Axel und sein Partner feiern die Neugründung/Umfirmierung von "Landwehr Automobile" auf dem Brettheimer Heimatfest am 3.-5. Juli und unser Wägelchen darf dabeisein :-)

Axel und sein Partner feiern die Neugründung/Umfirmierung von „Landwehr Automobile“ auf dem Brettheimer Heimatfest am 3.-5. Juli und unser Wägelchen darf dabeisein 🙂

 

Prost, ihr beiden! DEN Schluck habt ihr euch redlich verdient!

Prost, ihr beiden! DEN Schluck habt ihr euch redlich verdient!

 

Axel (im obigen Bild links) hat einfach eine super Arbeit gemacht und wir können ihm gar nicht genug dafür danken. Falls ihr mal automobile Unterstützung benötigt: Bei Landwehr Automobile wird euch geholfen. Wir wünschen Axel und seinem Partner natürlich den absoluten MEGA-Erfolg mit der neuen Werkstatt! Von uns kriegt ihr auf alle Fälle das DOUBLE THUMBS UP! 🙂

 

Was steht als nächstes auf dem Programm? Der Wagen muss irgendwie von Brettheim nach Idstein, wo wir bald einen Fototermin mit der Idsteiner Zeitung haben und vorher müssen noch die Logo-Aufkleber drauf und die Ausrüstung und und und… 😀

 

 

 

Viel hilft viel oder mehr ist mehr: der Unterbodenschutz

Standard

Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel…und nach eingehender und tiefgründiger Recherche des 9000km „langen“ Zielgebiets (bedeutet: Irgendwem war langweilig und hat sich die Fotos von der Rally 2014 angeschaut, bis er auf der Couch eingeschlafen ist 😉 ) erreichen uns aus besagter Region entsetzliche Horrormeldungen: Schlaglöcher sind gesichtet worden, sogar von unbefestigten Pisten ist da die Rede, Steine so groß wie Smarties sollen auf den Wegen im Pamir-Gebirge liegen. Dies lässt uns keine Ruhe mehr und nach endlosen schlaflosen Nächten wird die Entscheidung getroffen: Ein Unterbodenschutz muss her!

 

Zum Glück sind Frank und Martin von den Taunus Daredevils hervorragend vernetzt und kennen den Vorstandsvorsitzenden des Industriekonzerns „Viehböck Engineering“, die eine „Offroad & Heavy Industries“-Abteilung unterhalten. Der Chef verspricht uns hoch und heilig, persönlich dafür zu sorgen, dass sich nur die besten Leute seines Rally-Teams mit unserem Boliden befassen werden.

 

In der Konzernzentrale wird die VIP-Werkstatt vorbereitet: Hebebühnen sind für Warmduscher; echte Rally-Tuner bauen sich eine Rampe :-D

In der Konzernzentrale wird die VIP-Werkstatt vorbereitet: Hebebühnen sind was für Warmduscher; echte Rally-Tuner bauen sich eine Rampe 😀

 

Der Chef der Abteilung „Offroad & Heavy Industries“ bestätigt uns den Eingang des Objekts der Begierde: eine 5mm-Stahlplatte mit 60kg…wir versuchen, den Kloß im Hals zu schlucken…5mm Stahl? Was, bitte schön, haben die vor? :-D

Der Chef der Abteilung „Offroad & Heavy Industries“ bestätigt uns den Eingang des Objekts der Begierde: eine 5mm-Stahlplatte mit 60kg…wir versuchen, den Kloß im Hals zu schlucken…5mm Stahl? Was, bitte schön, haben die vor? 😀

 

Dem Ingenör ist nix zu schwör: Auch 5mm Stahl können Ingo von „Vieböck Engineering“ nicht aufhalten.

Dem Ingenör ist nix zu schwör: Auch 5mm Stahl können Ingo von „Viehböck Engineering“ nicht aufhalten.

 

Das Kunstwerk noch leicht in Form bringen…

Das Kunstwerk noch leicht in Form bringen…

 

…und die Einzelteile „zusammenkleben“…

…und die Einzelteile „zusammenkleben“…

 

…und voilá: Schon ist das Meisterwerk fertig für die Lackierhalle.

…und voilá: Schon ist das Meisterwerk fertig für die Lackierhalle.

 

Das Kunstwerk ist vollbracht  Wir behaupten mal, dass nun die Ölwanne gut geschützt sein sollte :-D

Das Kunstwerk ist vollbracht 🙂 Wir behaupten mal, dass nun die Ölwanne gut geschützt sein sollte 😀

 

HAMMERGEIL sieht die Kiste aus 😀 Wisst ihr, was eine VR7-Widerstandsklasse ist? Nein? Der Präsident wüsste das 😉 …und das ist KINDERGARTEN im Vergleich zu dem, was jetzt unter unserem Auto klebt 😀 Sagt dem Terminator Bescheid, dass er sich seine Munition sparen kann und auch beim Durchqueren des Vulkankraters brauchen wir uns um den möglichen Ausbruch keine Sorgen zu machen 😀 Falls wir nicht kopfüber abstürzen, kann uns jetzt nix mehr aufhalten.

Unser Dank geht an Ingo und Kurt von Viehböck Engineering. Falls ihr also mal einen Unterbodenschutz braucht, könnten wir euch einen erstklassigen Betrieb empfehlen 😉

 

…und der nächste Streich folgt sogleich…

 

 

 

Neue Teammitglieder: die Rally-Biester

Standard

T minus 44 Tage…wir scharren mit den Hufen, aber eigentlich sollten wir doch mit den Reifen scharren. Springen wir kurz 2 Monate zurück und schauen uns an, was die barbarischen Teufel aus Bavarien zu berichten haben:

 

Möhre wurde am 19.8 1998 in Bochum geboren.

Da seine Eltern bei seiner Zeugung wie immer blau waren, erblickte Möhre in Rot das Licht der Welt

 

0201Möhre Front

 

Die ersten 17 Jahre verbrachte Möhre in den fürsorglichen Händen einer spießigen Ziehfamilie, die dem Kleinen alle nur erdenkliche Pflege zukommen ließ. Möhre entwickelte sich prächtig und fuhr über 160.000 km durch das schöne Land.

 

Als Möhre erwachsen war, wurde ihr größter Wunsch wahr: Sie wurde von einer neuen Ziehfamilie angenommen, bestehend aus zwei visionären Männern. Diese hatten großartige Dinge mit ihr vor. Möhre würde zum ersten Mal in die Ferne fahren.

Für die Reise ins ferne Tadschikistan musste Möhre natürlich ein hartes Coaching und Vorbereitungsprogramm über sich ergehen lassen.

 

0202Möhre Heck

 

Leider hängt Möhres Bauch etwas tief und die Beinchen sind auch weit auseinander, so müssen wir ihr, damit Möhres Weichteile besser geschützt sind (z.B. bei Fahrten durch hüfthohes Gras), einen Weichteilschutz aus Riffelblech umhängen.

Für den Transport der Gourmetküche der beiden Herren wird ein Traggestell auf dem Rücken fixiert, bestehend aus einer schwedischen Armeeholzkiste und drei Industrie-Gitterrosten 100×20 cm. Diese können bei Bedarf demontiert werden, um Möhre den Marsch durch tiefen Sand zu erleichtern.

 

0203 Möhre Motorraum

 

Um den unzähligen Bewunderern die Möglichkeit zu geben, ihre Hochachtung vor den Heldentaten der visionären Herren, aber auch Möhres, zu bekunden, wird Möhres Frontpartie weiß foliert.

Hier kann sich jeder Tabakbauer aus der Walachei (ja da fahren wir auch durch), georgische Eselstreiber, jeder heitere russische Familienvater und kasachische Polizist, der uns ohne Zahlung von Bakschisch fahren lässt, verewigen.

Ein paar schicke Tattoos kommen noch auf die Schultern und den Po, so wie es sich für eine moderne, junge Frau gehört!

Zu guter Letzt wird noch eine Dialyse durchgeführt werden um sicherzustellen, dass Möhres Blut hochrein ist….ansonsten lassen wir das Kind so wie es ist – also: einsteigen und los!!!

 

Damit ist das Team der „Ba(b)varian Daredevils“ komplett. Und was haben die „Taunus Daredevils“ Mitte Mai unternommen?

 

Im Februar 2001 wurde der Grundstein gelegt für Ereignisse, die die Welt noch in Atem halten werden…was kann das nur gewesen sein?!? Schauen wir uns mal die Schlagzeilen von damals an:

…José Maria Neves wird Premierminister des afrikanischen Inselstaates Kap Verde…aha, herzlichen Glückwunsch, aber das war’s nicht, was wir meinen…

…Johan Agrell, schwedischer Komponist, feiert seinen 300. Geburtstag…klingt auch super, aber…

…ein schwarzer Opel Astra G wird geboren, der später unter dem martialischen Synonym „Donnervogel“ für Schlagzeilen auf der Tajik-Rally sorgen wird…TREFFER!!! DAS war’s, was wir meinen 😀

 

WARUM eigentlich Opel??? Gute Frage…vom Veranstalter erhielten wir folgende Information zur Situation in Tajikistan: „Opel wird im ganzen Land als der Panzer unter den Autos gehandelt und hat in der Vergangenheit schwindelerregende Preise erzielt.“ Echt jetzt?!? 😀 Sehr interessant, das klingt so, als ob wir unterwegs gute Chancen hätten, an Ersatzteile und Werkstatt-KnowHow ranzukommen. Und da Citroen und Renault nicht nach Tajikistan importiert werden dürfen…oooooch, schaaaade, genau das waren unsere Favoriten :-D…war die Entscheidung gefallen: Es wird ein Opel! HURRA! Nochmal: warum?!? Also warum fahren die Leute dort so auf Opel ab? Wir werden sie fragen, versprochen 😉 Aber da die ganze Sache einem guten Zweck dient, sprich: Wir werden unser Auto spenden und es soll natürlich so viel wie möglich dabei rausspringen, folgen wir dem Erfolgsrezept „Opel“ 😀

 

Unsere ersten Versuche, eine Großmutter mit Opel in Spendierlaune zu finden, scheiterten kläglich und insofern wälzten wir schlicht und einfach die gängigen Portale auf der Suche nach dem zukünftigen Donnervogel. Auf der Frankfurter Automeile wurden wir Mitte Mai schließlich fündig: Da schlummerte er schon seit mehreren Wochen und keiner wollte ihn haben. Das sollte sich nun ändern, aber trotz messerscharfer Verhandlungen bis aufs Blut mussten wir immer noch einen exorbitanten, 3-stelligen Betrag hinblättern, um den zukünftigen Donnervogel seiner neuen Bestimmung zuführen zu können.

 

0204 TB Front seitlich

 

0205 TB Front

 

Der Wagen kommt daher als Benziner mit 1.6l 16V, gnadenlosen 101PS, 8facher Bereifung (wovon mal bestimmt die Hälfte Schrott ist), elektrischen Fensterhebern (die funktionieren sogar!!!) und Klimaanlage…die funktioniert leider nicht 😀 Aber Luxus muss sein, also ist die Klimaanlage das erste, was auf der ToDo-Liste landet 😀 Im Sommer in der Wüste von Kasachstan werden wir das bestimmt sehr schätzen 😉

 

0206 TB seitlich

 

0207 TB Heck

 

Mit läppischen 227.000km auf dem Buckel erscheinen die vor uns liegenden 9.000km quasi lächerlich…nunja, eher andersrum: Nach imposanten 227.000km WEITERE 9.000km draufpacken? Eine gehörige Portion Respekt vor der Tour veranlasst uns also zu der Entscheidung, den Wagen durchchecken und herrichten zu lassen sowie ein paar kleine Modifikationen vorzunehmen 😉

 

So ein Mist: Die Tour hat noch lange nicht angefangen und schon der erste Plattfuß :-D

So ein Mist: Die Tour hat noch lange nicht angefangen und schon der erste Plattfuß 😀

 

Schaut ihn euch nochmal gut an; bald werdet ihr ihn nicht mehr wieder erkennen: Es folgen

  • eine funktionierende Klimaanlage 😀 (nagut, das ändert den Wiedererkennungswert nicht wirklich)
  • ein Unterbodenschutz bzw. eine präsidenten-taugliche Panzerung, gegen die selbst der Terminator nix ausrichten kann
  • einen maßgeschneiderten Dachträger für 4 Reservereifen, Benzinkanister und Zusatzscheinwerfer…professionelle Rally-Fahrer (was wir quasi sind 😉 ) erbleichen vor Neid
  • und natürlich eine Beklebung der Superlative 🙂

 

Bleibt dran, die Autotransformationsmassnahmenrallyumbaupaketarbeiten haben begonnen…